Topf ist noch voll

Halbjahresbilanz Umweltbonus

aktualisiert am 02.05.2017
Foto: Getty Images

Ein halbes Jahr nach Einführung der E-Prämie ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Die sieht mau aus.

Vom 1. Juli 2016 bis zum 1. Januar 2017 sind lediglich 9.023 Anträge auf den Zuschuss für reine Elektroautos und Hybride mit Stecker und zusätzlichem Verbrenner gestellt worden. Das teilte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit.

Rund 5.100 Antragsteller sind seitdem Besitzer eines reinen E-Autos. Knapp 3.900 fahren einen der geförderten Hybride.

Für einen rein elektrisch angetriebenen Pkw geben Automobilwirtschaft und Staat insgesamt 4.000 Euro Kaufprämie. Plug-in-Hybride werden mit 3.000 Euro bezuschusst.

Geld ist noch genug vorhanden

Der Fördertopf reicht ungefähr für 300.000 Fahrzeuge. Die Gelder werden also noch lange reichen, wenn die Kaufzurückhaltung weiter anhält.

Zudem haben vor allem Firmen zugegriffen. Rund die Hälfte der Anträge auf den Umweltbonus kam von der Wirtschaft. Privatpersonen setzen demnach weiter in großer Mehrheit auf die bewährte Verbrennertechnik. Da helfen auch Kaufprämie und Steuervorteile für umweltfreundliche Antriebe nichts.

BMW klarer Spitzenreiter

Wer zugriff, entschied sich oft für ein Modell von BMW (2.592 Anträge), Primus ist hier der i3. Mit großem Abstand folgen Renault (1.658) und Audi (1.188). Schlusslicht ist Citroën mit 185 Anträgen.

Die meisten Anträge kamen aus Bayern (2.232 Stück), Baden-Württemberg (1.743) und Nordrhein-Westfalen (1.524).

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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