089 - 24 24 12 22 Hilfe und Kontakt
Ihre persönliche Versicherungsberatung
089 - 24 24 12 22

Montag - Sonntag von 8:00 - 22:00 Uhr

 

Gerne können Sie uns auch per E-Mail kontaktieren.
Die E-Mail-Adressen der einzelnen Versicherungsprodukte finden
Sie auf der Kontaktseite »

Diesel Umtauschprämie und Nachrüstung

Autos mit Dieselmotor geht es an den Kragen. In vielen Städten drohen ihnen Fahrverbote. Betroffen sind Millionen Autofahrer.

Konkret betrifft dies bereits Hamburg. In der Hansestadt sind seit dem 31. Mai 2018 gesperrt:

  • 580 Meter der Max-Brauer-Allee sowie
  • ein etwa 1,6 Kilometer langen Abschnitt der viel befahrenen Stresemanstraße für Diesel-Lkw.

Berlin muss nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss bis zum 31. März 2019 ein Diesel-Fahrverbot für elf Straßen in der Innenstadt durchsetzen.

In Frankfurt am Main könnten spätestens ab Februar 2019 Diesel-Fahrverbote gelten. Hier sind die Straßenabschnitte noch nicht definiert.

Was ist sonst noch geplant?

Die Bundesregierung möchte weitere Fahrverbote für Verbraucher unbedingt verhindern. Die Regierungskoalition hat sich deshalb Anfang Oktober 2018 auf einen Maßnahmenkatalog geeinigt.

Die Aktionen betreffen zunächst Bewohner von Regionen mit besonders hoher Luftverschmutzung. Das sind aktuell:

  • München
  • Stuttgart
  • Köln
  • Reutlingen
  • Düren
  • Limburg an der Lahn
  • Düsseldorf
  • Kiel
  • Heilbronn
  • Backnang
  • Darmstadt
  • Bochum
  • Ludwigsburg

Wie will die Politik Fahrverbote für Diesel vermeiden?

Das Diesel-Paket der Regierung sieht zwei Alternativen vor:

Wie erfolgt eine Nachrüstung?

Ältere Dieselfahrzeuge sollen mit modernen Abgas-Katalysatoren nachgerüstet werden.

Dafür werden sogenannte SCR-Katalysatoren eingebaut. Mittels Harnstoff wird so der Schadstoff-Ausstoß gesenkt, die Diesel halten die neuen Grenzwerte ein.

Thomas Peckruhn vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) hält Nachrüstungen in den Werkstätten für lösbar.

Allerdings müssen die Umbau-Kits noch freigegeben werden – etwa vom Kraftfahrt-Bundesamt.

Haftung und Garantien würden die Anbieter der Umrüst-Katalysatoren übernehmen, heißt es aus deren Umfeld. Darin habe man bereits Erfahrung.

Wer bezahlt die Umrüstung?

Der Bund erwartet „vom jeweiligen Automobilhersteller, dass er die Kosten für die Umrüstung einschließlich des Einbaus übernimmt”.

Wer am Ende jedoch tatsächlich die Kosten für die Nachrüstung bei privaten Pkw-Haltern übernimmt, ist aber noch offen. Zahlreiche Automobilkonzerne, unter anderem BMW und Opel, lehnen eine Hardware-Lösung komplett ab.

Ausnahme: Für Handwerker- und Lieferfahrzeuge gibt es hingegen die Zusage der Regierung, dass die Halter 80 Prozent der Umrüstungskosten erstattet bekommen.

Wie hoch sind Umtauschprämien?

Die teilweise bereits laufenden Umtauschprämien für alte Diesel-Pkw sollen verlängert und ausgeweitet werden. Dieser Lösung stimmen die Autobauer aus verständlichen Gründen zu, da es den Fahrzeugabsatz ankurbelt.

Zumeist werden Umtauschprämien beim Kauf eines Neuwagens  - bis zu 10.000 Euro - versprochen. Für Gebrauchtfahrzeuge gibt es – wenn überhaupt – deutlich weniger Geld dazu.

Die Prämienhöhe legt jeder Auto-Konzern selbst fest, in der Regel ist sie modellabhängig.

  • Daimler, Hyundai und Renault: bis 10.000 Euro
  • BMW: bis 6.000 Euro
  • VW, Nissan und Toyota: bis 5.000 Euro

Allerdings gilt der finanzielle Kaufanreiz (außer bei Toyota) nicht nur für besonders schadstoffarme Fahrzeuge, sondern für die gesamte Modellpalette.

Fahrverbote: Welche Schadstoff-Grenzwerte gelten?

Die Bundesregierung will die bestehenden Stickoxid-Grenzwerte für Pkw anheben. Künftig soll in Zonen mit Fahrverboten erst ein Wert ab 270 Mikrogramm Ausstoß je Kilometer gelten.

Bislang liegt die Stickoxid-Obergrenze für Euro-5-Fahrzeuge bei 180 Milligramm, bei Euro-4-Fahrzeugen bei 250 Milligramm.

 

Update Freitag, 5. Oktober 2018:

Skeptisch sieht die die bisherigen Beschlüsse der Koalition das Umweltbundesamt (UBA). In Bezug auf Nachrüstungen fehle eine Konkretisierung, bemängelte die Leiterin Marion Wichmann-Fiebig gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel.

Auch die Eintauschaktion älterer Dieselautos gegen moderne Fahrzeuge wird von den Umwelt-Experten missbilligt. Als besonders störend wird der Umstand gesehen, dass es die höchsten Rabattprämien auf große Pkw-Modelle gibt, die im Betrieb wiederum vergleichsweise viele Schadstoffe freisetzen.

Daher wird seitens des Amtes angezweifelt, ob sich mit diesen Maßnahmen die Luftqualität in betroffenen Städten und Regionen tatsächlich dauerhaft verbessern lässt.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

Kfz-Versicherung beim Testsieger

15xTestsieger

Wussten Sie schon, dass...

der erste Diesel-Pkw 1936 auf den Markt kam?