Kompakt-Kombi mit Wumms

Fahrbericht: Ford Focus Turnier ST im Praxis-Check

Der neue Ford Focus Turnier ST in der Seitenansicht

Foto: CHECK24/Früchtnicht

Der 4,67 Meter lange Ford Focus Turnier ist in der ST-Version betont sportlich ausgelegt.

Die Frontpartie des Ford Focus Turnier

Foto: CHECK24/Früchtnicht

Die neu gestaltete Frontpartie teilt sich der Kombi mit der Focus-Limousine.

Der Innenraum im neuen Ford Focus

Foto: CHECK24/Früchtnicht

Den Innenraum im Focus hat Ford komplett umgestaltet - auch das Infotainmentsystem.

Das Heck im neuen Ford Focus Turnier

Foto: CHECK24/Früchtnicht

Die Ladekante ist recht tief und sehr breit. Ein Fußwischer unters Heck öffnet die Klappe.

CHECK24-Tester Michael Langenwalter im Ford Focus Turnier ST

Foto: CHECK24/Früchtnicht

So macht ein Kombi Spaß! CHECK24-Tester hat der neue Ford Focus Turnier überzeugt.

75 Prozent aller neu zugelassenen Ford-Focus-Modelle in Deutschland sind Kombis. Deshalb hat sich der Hersteller hier besonders ins Zeug gelegt.

Wer sich einen Kombi kauft, will vor einem eines haben: jede Menge Platz. Und den gibt es im inzwischen 4,67 Meter langen Ford Focus als Turnier reichlich.

Was ist neu am Focus?

Der Viertürer ist um knapp elf Zentimeter in der Länge gewachsen. Das merke ich besonders auf den hinteren Sitzen mit bislang nicht gekannter Kniefreiheit. Der Gepäckraum wächst auf 608 Liter bis maximal 1.653 Liter.

Praktisch ist die dank der zweigeteilten Rückleuchten breite und recht niedrige Ladekante. Die Durchreiche in der 60:40 geteilten Rückbank könnte aber größer sein.

Die Klappe kann ich jetzt auch per Fußschwenk unter den Stoßfänger öffnen. Praktisch, wenn ich die Einkaufstaschen in den Händen halte. Hier hat Ford endlich nachgezogen.

Gleiches gilt für den komplett umgestalteten Innenraum sowie das aufgeräumte Cockpit. Das Infotainmentsystem kommt mit nur wenigen Knöpfen aus.

Auch die Armada an Assistenzsystemen teilen sich die Karosserievarianten des Focus. Selbst ein praktisches Head-Up-Display ist nun zu haben. Auch neu: Mit dem Stauassistenten gibt es die erste autonome Fahrfunktion in diesem Modell.

Hans-Jörg Stein, Geschäftsführer Marketing und Verkauf bei Ford, ist sichtlich stolz: „Das ist der beste Focus, den wir je gebaut haben.“

Wie fährt sich die Topmotorisierung?

Jeder Benziner, den Ford für der Focus-Familie anbietet, ist inzwischen ein Dreizylinder.

In der von uns gefahrenen, sportlich ausgelegten ST-Version des Focus Turnier holt der Motor aus 1,5 Liter Hubraum 182 PS.

Der überarbeitete Motor soll laut Ford allerdings ein besseres Ansprechverhalten bieten. Hohe Agilität bei hohem Komfort heißt die Devise – dank der speziellen, im Turnier verbauten Hinterachse.

Wer sagt denn, dass ein Lademeister langweilig sein muss? Wenn ich hier erst spät in den nächsten Gang hochschalte, wird der Kombi zu einem echten Kurvenräuber. Das macht Spaß.

Die neu abgestimmte Sechsgang-Handschaltung mit ihren kurzen Schaltwegen trägt das Ihre dazu bei. Dazu überzeugt mich das gut abgestimmte Fahrwerk.

Wer es ruhiger angehen lässt, bekommt von der standardmäßigen Zylinderschaltung gar nichts mit. Das gilt auch für die Zuschaltung des dritten Zylinders.

Wie sieht es mit dem Preis aus?

Die Preisliste für den Focus Turnier startet bei 19.700 Euro.

Als ST mit 182 PS kostet der Kombi aber mindestens 28.700 Euro. Der voll ausgestattete Testwagen war dank Navi & Co. noch einmal 3.000 Euro teurer.

Unser Tipp für Käufer

Wer sich für die sportliche ST-Version entscheidet, sollte zur 182-PS-Version greifen. Denn die hat den nötigen Wumms und macht richtig Spaß. Die zum Vergleich gefahrene 125-PS-Variante des Dreizylinders (hier mit 1,0 Liter Hubraum) fällt da schon deutlich ab.

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Michael Langenwalter

Redakteur Michael Langenwalter

Kurvt seit mehr als 30 Jahren kreuz und quer durch die PS-Welt. Mit einem besonderem Faible für kernige Offroader.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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