Elektroauto zu leise?

Raser scheitert vor Gericht

Lesezeit 1 Min.
Foto: CHECK24/Früchtnicht

Ein besonders leises Elektroauto ist keine Ausrede für Raserei. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken klargestellt (AZ: 1 OWi 2 Ss Bs 75/18).

Der Fahrer wollte mit der Klage ein Fahrverbot verhindern.

Er war auf einer Bundesstraße mit 174 statt der erlaubten 100 km/h geblitzt worden. Die Folge waren eine saftige Geldbuße und ein Fahrverbot.

Doch selbst ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes Pirmasens reichte dem Raser noch nicht.

Sein Argument: Sein Elektroauto sei so leise, dass er gar nicht merken konnte, wie schnell er unterwegs gewesen war.

Doch das OLG beeindruckte das nicht. Bei zunehmender Geschwindigkeit steigen nach Auffassung des Gerichtes automatisch auch die Außengeräusche. Wenn nicht der Motor lauter wird, dann werden es zumindest die Reifengeräusche.

Außerdem sei „für den Fahrer das Maß der gefahrenen Geschwindigkeit anhand der schneller vorbeiziehenden Umgebung erkennbar”, so die Urteilsbegründung.

Das Gericht unterstellte dem Mann wegen der erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung Vorsatz. Dieser sei zu Recht mit einer entsprechend hohen Strafe zu sanktionieren.

Wie finden Sie den Artikel?

Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
Was möchten Sie tun?
TÜV-geprüfte Datensicherheit

Wussten Sie schon, dass...

es verboten ist, ein Auto über einem Kanaldeckel zu parken?