Zwei Autos, eine Parklücke

Schuldfrage bei Parkunfall

aktualisiert am 21.11.2016
Foto: Getty Images

Kennen Sie das? Sie suchen ewig einen freien Parkplatz, finden endlich einen – da schnappt Ihnen ein anderer Autofahrer diesen weg!

Zwei Autos, aber nur eine Parklücke: das kann nicht gutgehen. Kommt es bei einem solchen Parkplatzduell zum Showdown, kracht es des öfteren.

Da stellt sich die Frage: Wer ist in so einem Fall schuld? In der Regel beide Autofahrer, so das Landgericht Saarbrücken.

Im verhandelten Fall wollte ein Pkw-Lenker rückwärts in eine Parklücke fahren, der andere vorwärts. Da keiner der beiden Autofahrer nachgeben wollte, krachten beide Fahrzeuge mit einem lauten Knall aufeinander.

Gegenseitige Schuldzuweisung

Die Fahrer beschuldigten sich daraufhin gegenseitig, den Parkunfall verursacht zu haben.

Der eine warf seinem Kontrahenten vor, ihn einfach rückwärts umgefahren zu haben. Dieser wiederum konterte mit der Schuldzuweisung, der andere habe gegen das Gebot der Rücksichtnahme verstoßen. Schließlich sei er zuerst vor Ort gewesen und habe daher das Vorrecht auf den Parkplatz gehabt.

Der Fall landete schließlich vor Gericht.

Salomonisches Urteil

Der zuständige Richter gab beiden Streitparteien eine Mitschuld am Unfall und teilte den Gesamtschaden gerecht zu jeweils 50 Prozent auf.

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Michael Langenwalter

Redakteur Michael Langenwalter

Kurvt seit mehr als 30 Jahren kreuz und quer durch die PS-Welt. Mit einem besonderem Faible für kernige Offroader.

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