Unbelehrbarer Intensivtäter

Polizei darf Verkehrsrowdy Auto wegnehmen

aktualisiert am 26.07.2017
Foto: Polizei Bayern

Einem notorischen Verkehrsrowdy darf die Polizei das Auto wegnehmen. Das hat das Verwaltungsgericht Köln bestätigt.

Bis es soweit kommt, muss aber einiges zusammenkommen.

Dafür müssen Autofahrer konsequent Straßenverkehrsregeln missachten, andere Verkehrsteilnehmer gefährden oder ohne Führerschein unterwegs gewesen sein.

Wenn alle Ermahnungen und Bußgelder nichts helfen, dürfen die Ordnungshüter den fahrbaren Untersatz sicherstellen.

Sportwagen beschlagnahmt

Dieses Mittel wurde bei einem erst 18 Jahre alten Autofahrer angewandt. Mit seinen teuren Sportwagen – einem BMW Z4 und einem Nissan 350 Z – ist der junge Mann bei den Behörden bereits seit Jahren kein Unbekannter.

Seit September 2014 wurde er mindestens 20 Mal bei Raser-Touren erwischt – natürlich ohne einen Führerschein zu besitzen. Damit nicht genug: Er flüchtete mehrmals vor den Kontrollen, missachtete rote Ampeln und bedrängte andere Autofahrer mit waghalsigen Manövern.

18-Jähriger scheitert vor Gericht

Irgendwann reichte es. Das Polizeipräsidium Köln ließ die Wagen sicherstellen.

Das passte dem Verkehrsrowdy überhaupt nicht. Er ging dagegen gerichtlich vor – und blitzte ab.
Die Sicherstellungsverfügung gegen den Intensivtäter ist rechtmäßig, so das Urteil. Der 18-Jährige nehme mit seiner rücksichtslosen Fahrweise in höchstem Maße die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf. Da alle anderen Maßnahmen nicht gefruchtet hätten, sei die Sicherstellung der Fahrzeuge erforderlich, so das Gericht.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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