Auto weggeschoben

Falschparker bleibt auf Schaden sitzen

Foto: CHECK24/Früchtnicht

Falschparker können keine Gnade erwarten. Im Extremfall müssen sie sogar selbst für Schäden an ihrem eigenen Auto aufkommen.

Das ergibt sich aus einem Urteil des Amtsgerichtes München.

Im verhandelten Fall hatte ein Mann seinen VW Sharan samt Anhänger verkehrswidrig vor einer fremden Grundstückszufahrt abgestellt.

Was war passiert?

Der Mieter einer auf dem Areal befindlichen Garage griff kurzerhand zur Selbsthilfe. Der Mann öffnete die Tür des unverschlossenen Vans, legte im Automatikgetriebe den Leergang (Fahrstufe N) ein und rollte den Van zur Seite.

Als der Falschparker zum seinem Auto zurückkam, bemerkte dieser, dass trotz abgezogenem Zündschlüssel ein anderer Gang eingelegt und dabei das Getriebe beschädigt worden war.

Für den entstandenen Schaden in Höhe von über 1.000 Euro wollte der Falschparker den Mieter der Garage vor Gericht zur Rechenschaft ziehen.

Was sagt der Richter?

Der zuständige Richter wies die Klage aber als unbegründet zurück. Das Verhalten des Mieters sei durch „besitzrechtliche Selbsthilfe” gedeckt.

Dass das Einlegen des Leerganges bei einem Automatikgetriebe ohne eingestecktem Zündschlüssel zu einem Getriebeschaden führe, könne nicht jeder wissen.

Wie finden Sie den Artikel?

Michael Langenwalter

Redakteur Michael Langenwalter

Kurvt seit mehr als 30 Jahren kreuz und quer durch die PS-Welt. Mit einem besonderem Faible für kernige Offroader.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

Kfz-Versicherung vergleichen

15xTestsieger

Wussten Sie schon, dass...

die ersten elektrischen Blinker im Jahr 1938 hergestellt wurden?