Autounfall in Baustelle

Dashcam sorgt für Klarheit

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Foto: Getty Images

Bei schwierigen Unfallszenarien können Aufzeichnungen vom Unfallhergang für Klarheit sorgen.

Einmal mehr ist es eine Dashcam-Frequenz gewesen, die bei der Schuldfrage vor Gericht Aufschluss über die letzten Sekunden vor dem strittigen Crash geben konnte.

Vor dem Amtsgericht Duisburg-Ruhrort wurde ein Autounfall in einer Autobahn-Baustelle auf der A 42 beim Autobahnkreuz Duisburg-Nord verhandelt (9 C 434/18).

Wer ist schuld am Verkehrsunfall?

Beide Unfallbeteiligten bezichtigten sich gegenseitig, in der Engstelle jeweils auf die andere Fahrspur geraten zu sein und so den Zusammenprall ausgelöst zu haben.

Die klagende Autofahrerin verlangte insgesamt über 4.000 Euro an Schadenersatz, Gutachter- und Anwaltskosten. Doch letztendlich verlor sie den Rechtsstreit.

Ihr Kontrahent konnte durch seine Dashcam-Aufzeichnung beweisen, dass sie von der rechten auf seine linke Fahrspur geraten und dabei seitlich gegen sein Auto gefahren war.

Sind Dashcams als Beweismittel zulässig?

Die Dashcam war vor Gericht als Beweismittel zugelassen worden, da der Bundesgerichtshof Mitte Juni 2018 ein entsprechendes Urteil gefällt hatte.

Wer haftet für die Schäden?

Die Autofahrerin beziehungsweise deren Kfz-Haftpflichtversicherung müssen nun vollständig für die Schäden am Wagen des Unfallgegners aufkommen.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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