Tipps zur Sicherheit

Richtiges Verhalten am Bahnübergang

Foto: DVR

Wer einen Bahnübergang mit geschlossenen Halbschranken durchfährt, spielt mit dem Leben. Das kommt in Deutschland gar nicht so selten vor.

Darauf weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat DVR hin.

Laut Angaben der Deutschen Bahn ist es im Jahr 2015 zu mehr als 150 Unfällen an Bahnübergängen gekommen. In neun von zehn Fällen war dabei menschliches Fehlverhalten die Ursache.

Verkehrsexperten vermuten, dass viele Autofahrer die speziellen Verkehrsregeln an einem Bahnübergang schlichtweg nicht kennen.

Was bedeuten die speziellen Verkehrszeichen?

Das Andreaskreuz – ein Zeichen in X-Form in Weiß mit roten Enden – signalisiert vor Bahnübergängen, dass Züge absolute Vorfahrt haben. Das gilt unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Übergang mit oder ohne Schranken und Lichtzeichen handelt.

Die Übergänge werden durch ein dreieckiges Gefahrzeichen an der Straßenseite angekündigt, auf dem ein Zug abgebildet ist.

Darüber hinaus weisen sogenannte „Warnbaken” – weiße Schilder mit einem bis drei diagonalen roten Streifen – auf den Bahnübergang hin. Jeder Streifen steht für eine Entfernung von 80 Meter – macht also 240 Meter bei drei Streifen.

Ganz wichtig: Ist am Übergang ein rotes oder ein gelbes Leuchtsignal zu sehen, heißt es warten. Gleiches gilt natürlich auch bei sich schließenden oder gar geschlossenen Schranken.

Welche Strafen drohen?

Angesichts der erheblichen Gefahr an Übergängen sind die Strafen für die Missachtung der Vorschriften beträchtlich.

Das Ignorieren eines roten oder gelben Lichtzeichens oder Blinklichtes kostet laut DVR 240 Euro Bußgeld, dazu kommen zwei Punkte in Flensburg sowie ein Monat Fahrverbot.

Die Slalomfahrt durch geschlossene Halbschranken kann ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot zur Folge haben.

Was muss ich noch beachten?

Sven Rademacher vom DVR: Es ist generell wichtig, „sich Bahnübergängen langsam zu nähern und immer bremsbereit zu sein. Die Schienen sollte man zügig überqueren, aber stets mit eventuellen Bodenwellen rechnen”.

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Michael Langenwalter

Redakteur Michael Langenwalter

Kurvt seit mehr als 30 Jahren kreuz und quer durch die PS-Welt. Mit einem besonderem Faible für kernige Offroader.

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