Handschalter immer weniger gefragt

Pkw mit Automatik sind im Kommen

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Foto: Hyundai

Autofahrer in Deutschland bevorzugen seit jeher Handschaltung. Doch diese Tradition gerät stark ins Wanken.

2018 hatte fast jeder zweite hierzulande verkaufte Neuwagen (47,5 Prozent) bereits ein Automatikgetriebe. Das gab die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) bekannt.

Zum Vergleich: 2010 lag der Automatikanteil bei lediglich 27,4 Prozent. Im Jahr 2000 waren es gar nur 19,6 Prozent.

Der Trend hin zum Automatikschalten wird sich fortsetzen. Dafür sorgen unter anderem Hybridautos und Elektroautos, die ausnahmslos automatisch geschaltet werden.

Aber auch die meisten Leihwagen sind inzwischen mit Automatikschaltungen ausgestattet.

Haben Automatikgetriebe Nachteile?

Mittlerweile haben Automatikgetriebe keine Nachteile mehr gegenüber Handschaltern. Gerade moderne Doppelkupplungsgetriebe sind sehr präzise und sorgen für einen vergleichsweise niedrigen Spritverbrauch.

Der Trend hin zur Automatikschaltung scheint auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nicht entgangen zu sein.

Was fordert der Bundesverkehrsminister?

Der Politiker fordert eine Gleichstellung von Handschaltung und Automatikschaltung bereits in der Fahrschule.

Derzeit müssen Fahrschüler, die auf einem Auto mit Automatikgetriebe lernen, eine zusätzliche Prüfung ablegen, wenn sie später auch Pkw mit Handschaltung fahren wollen.

Nach den Plänen Scheuers soll hierzu künftig ein kurzes Training in einem Auto mit Schaltgetriebe ausreichen.

Gegenwind kommt unter anderem vom TÜV-Verband. Dies würde die Verkehrssicherheit gefährden.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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