Sehen, bremsen, parken

Welche Assistenzsysteme sind sinnvoll?

aktualisiert am 09.05.2018
Foto: Hyundai

Fahrer-Assistenzsysteme im Auto werden immer wichtiger. Für 90 Prozent der Autofahrer sind die elektronischen Helfer inzwischen unverzichtbar.

Das geht aus dem aktuellen „Autotrend 2018” der „Creditplus Bank” hervor.

Den Autofahrern sind hierbei die Sicherheitsfunktionen wie etwa der Notbremsassistent besonders wichtig.

Zusätzliche Komfortfunktionen wie eine Ein- und Ausparkhilfe stehen hintenan.

Doch die Assistenten sind nicht billig. Wer seinen Neuwagen ordentlich damit bestücken will, kann leicht 10.000 Euro auf den Basispreis aufschlagen.

Das CHECK24 Automagazin stellt die derzeit gefragtesten Systeme vor:

Abstandhalter/Abstandregler

Ein Abstandhalter sorgt dafür, dass der Pkw den korrekten Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhält. Dies wird etwa durch Sensoren ermöglicht.

Als Stauassistent steuert das System den Pkw bei Stau oder zähfließendem Verkehr (Stopp-and-Go) sogar vollständig autonom. Es hält die Spur, lenkt, beschleunigt und bremst selbstständig.

Lichtassistent

Die einfachste Stufe eines Lichtassistenten warnt per Tonsignal, dass das Licht bei ausgeschaltetem Motor noch an ist.

Bei vielen neueren Fahrzeugen schalten sich die Schweinwerfer automatisch mit dem Motor an und aus.

Ein Fernlichtassistent schaltet zudem – wenn nötig – das Fernlicht zu, damit die Straße optimal ausgeleuchtet wird. Bei Gegenverkehr wird automatisch abgeblendet.

Bei einem adaptiven Kurvenlicht folgen die Scheinwerfer dem Straßenverlauf. So wird die Fahrbahn besser ausgeleuchtet.

Müdigkeitswarner

Ein Müdigkeitswarner soll den Sekundenschlaf verhindern.

Entweder scannen Kameras dafür das Gesicht des Fahrers und der Aufmerksamkeitswarner reagiert bei alarmierenden Anzeichen – etwa geschlossenen Augen. Oder Sensoren im Lenkrad erkennen, dass keine Lenkkorrekturen mehr stattfinden.

Bei einer möglichen Gefahrensituation ertönt ein Warnton oder das Lenkrad vibriert.

Nachtsichtassistent

Infrarot- oder Wärmebildkameras scannen bei Dunkelheit die Umgebung vor dem Auto.

Das Bild wird dem Fahrer etwa im Kombiinstrument oder auf der Windschutzscheibe angezeigt. So können beispielsweise Wildtiere früh erkannt und Wildunfälle vermieden werden.

Notbremsassistent

Einfache Notbremsassistenten sind für den Stadtverkehr ausgelegt. Bei relativ geringen Geschwindigkeiten warnen Sie den Fahrer optisch und/oder akustisch vor Gefahren. Sie greifen aber nicht aktiv ein.

Aktive Notbremsassistenten leiten eine Notbremsung ein, wenn der Fahrer auf die Warnung nicht reagiert.

Parkassistent

Einfache Parkhilfen piepsen, wenn der Abstand zu anderen Fahrzeugen in der Parklücke knapp wird.

Durch Kameras kann der Fahrer beim Parken zusätzlich unterstützt werden.

Erweiterte Parkassistenten vermessen im Vorbeifahren den Parkplatz und parken den Wagen dann selbstständig ein und aus.

Bei vollautonomen Parksystemen wird der Pkw sogar selbstständig ein– und wieder ausgeparkt. Der Fahrer muss dabei nicht im Fahrzeug sitzen.

Querverkehrswarner oder Fußgängerwarner

Ein Querverkehrswarner bremst das Fahrzeug bis zum Stillstand ab, wenn der Assistent eine Kollisionsgefahr etwa mit einem anderen Fahrzeug oder einem Fußgänger erkennt.

Spurassistent

Werden durchgehende Fahrbahnmarkierungen überfahren, warnt der Spurhalteassistent den Fahrer.

In seiner erweiterten Form lenkt das System zusätzlich dagegen, um das Auto wieder auf Kurs zu bringen.

Der Spurwechselassistent oder Totwinkelassistent unterstützt den Fahrer beim Überholen.

Nähert sich von hinten ein Fahrzeug im toten Winkel und wäre der Überholvorgang somit gefährlich, wird der Fahrer durch ein Warnlicht (beispielsweise im Außenspiegel) oder durch ein Warnsignal darauf aufmerksam gemacht.

Teilweise verhindert der das auch Ausweichassistent genannte System das Manöver sogar, indem es gegensteuert.

Das System funktioniert aber nur, wenn der Fahrer blinkt und damit den Spurwechsel anzeigt.

Verkehrszeichenerkennung

Über eine Frontkamera erkennt der Assistent Verkehrszeichen. Dem Fahrer werden etwa Tempobeschränkungen im Display angezeigt.

Viele Verkehrszeichenerkennungssysteme binden auch Daten aus dem Navigationssystem mit ein.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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