Deutsches Rotes Kreuz warnt

Rettungsgassen zu 80 Prozent blockiert

Foto: CHECK24/Früchtnicht

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gibt für Rettungsgassen auf den Straßen der Bundesrepublik die Alarmstufe Rot aus. In 80 Prozent der Fälle seien diese blockiert.

Das erschwert den Einsatz der Helfer massiv, kostbare Zeit verrinnt. Den Zeitverlust schätzt das DRK auf durchschnittlich fünf Minuten.

Das hört sich erst einmal nicht nach viel an. Doch bei Verkehrsunfällen zählt laut DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt „jede Sekunde”. Deshalb sind die vorgestellten Zahlen für sie „erschreckend”.

Woher stammen die Daten?

Die neuesten Daten stammen aus einer Befragung von 96 Rettungsteams aus sechs Bundesländern.

Danach verhalten sich viele Verkehrsteilnehmer bei Stau oder stockendem Verkehr nach wie vor nicht korrekt und versperren den Einsatzkräften den Weg zur Unfallstelle.

Keine Rettungsgasse – was droht?

Dabei wurden die Strafen für diesen Verkehrsverstoß erst im Oktober 2017 verschärft. Seitdem drohen Autofahrern, die keine Rettungsgasse bilden, laut Bußgeldkatalog bis zu 320 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Medienberichten zufolge könnten die Strafmaßnahmen in Zukunft noch höher ausfallen. So sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, man werde über weitere Erhöhungen nachdenken, sollten die Bußgelder in der bisherigen Höhe nicht die erhoffte Wirkung haben.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

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