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Grippeimpfung: Kassen übernehmen Vierfach-Impfstoff

München, 5.4.2018 | 17:44 | mst

Kassenpatienten erhalten künftig bei der Grippeimpfung einen besseren Vierfach-Impfstoff. Die Regelung gilt jedoch erst ab der nächsten Grippesaison.
 

Mann bei der Grippe-ImpfungFür Risikogruppen bezahlen die Krankenkassen die Impfung gegen Influenza.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab der nächsten Grippesaison die Kosten für einen Vierfach-Impfstoff. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss mit Vertretern von Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern am Donnerstag in Berlin beschlossen.
 
Damit folgt der Ausschuss der Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Kassen erstatten die Kosten für eine Grippeimpfung nach wie vor nur für Risikogruppen – etwa für Ältere, chronisch Kranke oder Schwangere. Einige Kassen zahlen die Impfung jedoch als Zusatzleistung für alle Versicherten.
 

Patientenschützer hatten Vierfach-Impfstoff sofort gefordert

In der aktuellen Grippesaison hatte der Impfstoff nur in jedem zweiten Fall gewirkt. Der Dreifachimpfstoff, den die Kassen bislang übernommen hatten, schützte nicht gegen Viren der Yamagata-Linie des Typs B. Patientenschützer hatten daher auf dem Höhepunkt der Grippewelle gefordert, dass die Kassen den Vierfach-Impfstoff sofort erstatten sollten.
 
Die neue Regelung gilt jedoch erst ab der Grippesaison 2018/2019. Wer sich auf eigene Kosten mit dem Vierfach-Impfstoff hat impfen lassen, kann sich noch nicht auf die neue Richtlinie berufen.

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