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Gesetzliche Krankenversicherung: Wer erst zum Hausarzt geht, soll belohnt werden

München, 25.2.2019 | 11:21 | mst

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Stellung der Hausärzte stärken: Versicherte, die bei Beschwerden zuerst zum Hausarzt gehen, sollen mit Prämien belohnt werden.

Arzt im Gespräch mit einer Patientin im SprechzimmerPatienten, die zuerst ihren Hausarzt aufsuchen, sollen dafür künftig mit Prämien belohnt werden.
Gesetzlich Versicherte, die bei gesundheitlichen Problemen zuerst ihren Hausarzt aufsuchen, sollen künftig mit Prämien belohnt werden. Das sieht nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland ein Änderungsantrag zum Termin- und Servicestellengesetz von Jens Spahn (CDU) vor.
 
Die Große Koalition soll sich bereits auf den Antrag verständigt haben. Demnach sollen Versicherte sich bei ihrer Kasse verpflichten können, im Rahmen eines Hausarztvertrags bei Beschwerden für ein Jahr zum gleichen Hausarzt zu gehen. Für einen Besuch beim Facharzt muss der Hausarzt dann jeweils eine Überweisung ausstellen. Im Gegenzug sollen die Versicherten dafür eine Prämie erhalten.
 

Kassen sollen die Hälfte der Ersparnisse ausschütten

Die Hälfte der dadurch erzielten Effizienzgewinne sollen die Krankenkassen an ihre Versicherten ausschütten müssen, meldet das Redaktionsnetzwerk. Diese Regelung soll die Stellung der Hausärzte im Gesundheitssystem verbessern.
 
Das Termin- und Servicestellengesetz soll im Frühjahr in Kraft treten. Es war bereits im September 2018 von der Bundesregierung beschlossen worden. Es sieht unter anderem vor, dass niedergelassene Ärzte für Kassenpatienten künftig 25 statt 20 Sprechstunden pro Woche anbieten müssen.

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