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Gaskrise in Deutschland
Aktuelle Informationen zur Krise am Gasmarkt

05.08.2022
Aktueller Überblick

** Die Gaspreise befinden sich auf einem Rekordniveau **

Die geringeren Gasliefermengen aus Russland verschärfen weiter die Lage am Gasmarkt. Der Großhandelspreis für Gas liegt derzeit bei 208 € pro Megawattstunde (Stand: 12.08.2022). Der Preis hat sich mehr als versiebenfacht im Vergleich zu Anfang August 2021.

Seit dem 23.06.2022 gilt die Alarmstufe des Notfallplans Gas der Bundesregierung. Dies hat zunächst keine direkten Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, auch die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet. 

Die Bundesregierung plant zum 01. Oktober 2022 (evtl. schon zum 01. September) eine Umlage, über die Versorger Preissteigerungen weitergeben können. Sie könnte zu einer Erhöhung der Gaspreise um 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde führen. Die genaue Höhe der Umlage soll Ende August veröffentlicht werden.

Aufgrund der extrem dynamischen Situation an den Energiemärkten kann die Tarifvielfalt im CHECK24 Gasvergleich vorübergehend geringer sein, als Sie das von uns gewohnt sind.

Warum steigen die Gaspreise so stark?

  1. Die Beschaffungskosten für Erdgas sind bereits 2021 stark gestiegen. Das verknappte Gasangebot aus Russland durch die Ukraine-Krise treibt die Preise im Großhandel weiter nach oben. Wenn die vor der Krise beschafften Gasmengen der Energieversorger aufgebraucht sind, müssen die Anbieter zu den aktuell hohen Börsenpreisen einkaufen.
  2. Um die Gasversorgung im Winter sicherzustellen, muss die Bundesregierung laut Gasspeichergesetz den Füllstand der Gasspeicher bis Oktober wieder auf 80 % bringen, bis November sollen es sogar 90 % werden. Am 24. Juli 2022 lag der Füllstand bei 66 %. Die reduzierten Gasmengen werden zum Auffüllen der Gasspeicher benötigt, was die Beschaffungskosten noch weiter ansteigen lässt.
  3. Im Juli zahlte ein Musterhaushalt (20.000 kWh) durchschnittlich 3.415 € im Jahr für Gas – ein Plus von 162 % im Vergleich zum Vorjahr. 
  4. Durch die im Herbst 2022 geplante Gas-Umlage könnte es für einen Singlehaushalt (5.000 kWh) zwischen 89 und 298 € im Jahr teurer werden, für eine Familie (20.000 kWh) zwischen 357 und 1.190 €.
Unser Tipp

Um den Gasmarkt unkompliziert zu beobachten, können Sie jetzt unseren exklusiven Sparalarm aktivieren – Wir informieren Sie bei verbessertem Angebot.

Gaspreisentwicklung

Wann sinken die Gaspreise wieder?

Die Gaspreise werden kurz- und mittelfristig nicht sinken. Die aktuelle politische Situation treibt die Großhandelspreise fortlaufend in die Höhe und die Gasversorger geben die Preissprünge an die Haushalte weiter. Energieexperten rechnen damit, dass die Energiepreise in Europa auch künftig auf sehr hohem Niveau bleiben werden.

Ist ein Gasanbieterwechsel aktuell sinnvoll?

a) Sie haben aktuell einen Grundversorgungstarif für Gas

Aufgrund der langfristigen Beschaffungsstrategie können Grundversorgungstarife vorübergehend attraktive Konditionen bieten, die sich aber aufgrund der fehlenden Preisgarantie jederzeit ändern können. Sollten Sie erst relativ neu im Grundversorgungstarif sein, beachten Sie bitte: Teilweise werden in der Grundversorgung erhöhte Neukundenpreise aufgerufen. Dabei handelt es sich rechtlich um eine Grauzone. Prüfen Sie hier genau Ihre Konditionen und vergleichen Sie die Preise in unserem CHECK24 Gasvergleich.

Wir empfehlen abhängig von Ihrer Situation:

  • Jetzt wechseln und mit einer Preisgarantie gegen steigende Preise absichern.
  • Abwarten und den CHECK24 Sparalarm aktivieren. Wir informieren Sie bei verbessertem Angebot und steigender Ersparnis. Dieser erscheint automatisch in der Vergleichsübersicht, sobald aktuell keine günstigeren Tarife für Sie angeboten werden können. 

b) Sie haben aktuell einen Tarif eines alternativen Anbieters

Wir empfehlen Ihnen die Preise zeitnah zu vergleichen und auch eventuelle Preiserhöhungen zu berücksichtigen. Unabhängig von der Vertragslaufzeit haben Sie bei einer Preiserhöhung immer ein Sonderkündigungsrecht. Wenn Sie aufgrund der hohen Preise keinen neuen Tarif abschließen und Ihren bestehenden Vertrag kündigen, fallen Sie automatisch in die Grundversorgung.

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung

Wenn Ihr Gasanbieter die Preise erhöht hat oder ihre Preise nach dem Energiesicherungsgesetz erhöhen sollten, können Sie von Ihrem gesetzlichen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und ohne Einhaltung der Frist kündigen. Beachten Sie, dass Sie Ihre Sonderkündigung selbst vornehmen müssen, es genügt nicht einen neuen Anbieter mit der Kündigung zu beauftragen.


Sollten Sie sich nach der Preiserhöhung eines Alternativanbieters bewusst für die lokale Grundversorgung entscheiden, müssen Sie nach dem Gebrauch des Sonderkündigungsrechts nichts weiter unternehmen – Ihr Gasgrundversorger meldet sich automatisch bei Ihnen.

Kündigungsservice

Sie können unseren Kündigungsservice nutzen und komplett digital kündigen.

Kündigungsservice

Häufige Fragen zur Gaskrise

Kann es durch die aktuelle Gaskrise zur Versorgungsunterbrechung kommen?

Das Bundeswirtschaftsministerium gibt hier Entwarnung: Die unterbrechungsfreie Energieversorgung ist gesetzlich festgelegt, denn die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers springt automatisch ein (auch bei Insolvenz des Energieanbieters). Wenn die dritte Eskalationsstufe des Notfallplans Gas der Bundesregierung ausgerufen werden würde, greift der Staat ein und regelt die Gasversorgung: Dabei erhalten Privathaushalte und andere schützenswerte Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser den Vorrang.

Notfallplan Gas: Was bedeuten die drei Stufen?
  1. Frühwarnstufe: Vorbereitung auf eine Verschlechterung der Versorgungslage. Ein Krisenteam berät über weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit.
  2. Alarmstufe (seit 23. Juni ausgerufen): Die Gasversorgungslage  verschlechtert sich erheblich. Der Gasmarkt ist noch ohne staatliche Eingriffe in der Lage, Störungen oder eine hohe Nachfrage zu bewältigen.
  3. Notfallstufe: Es liegt gleichzeitig eine sehr hohe Gasnachfrage und eine massive Störung der Gasversorgung vor. Dann greift der Staat ein und regelt über die Bundesnetzagentur in Abstimmung mit den Netzbetreibern die Gasverteilung.
Wie viel teurer wird die Gasrechnung?

Aktuelle Gaspreiserhöhungen 12.08.22: 565 Gasgrundversorger erhöhen ihre Preise

Im Durchschnitt betragen die Preiserhöhungen seit 01. März 2022 54,1 % und betreffen rund 3,1 Millionen Haushalte. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 994 € pro Jahr.

Wie voll sind aktuell die Gasspeicher in Deutschland?

GasspeicherfüllstandDie Grafik zeigt den Füllstand der Gasspeicher in Deutschland im Jahr 2022 verglichen mit den Durchschnittswerten der letzten fünf Jahre. Bis Oktober will die Bundesregierung laut Gasspeichergesetz den Füllstand wieder auf 80 % anheben, bis November sollen es sogar 90 % werden. Zwar sind die Gasspeicher aktuell besser gefüllt als im Vorjahr, doch sollten die russischen Gaslieferungen über Nord Stream 1 weiterhin so gering bleiben, ist ein Speicherstand von 90 % bis November nur mit zusätzlichen Maßnahmen erreichbar.


CHECK24 Energieexpertin Sara Hofmann Sara Hofmann
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