Jetzt Punkteteilnehmer werden: 5 € sichern
Ihr Browser wird nicht mehr unterstützt.
Damit Sie auch weiterhin schnell und sicher auf CHECK24 vergleichen
können, empfehlen wir Ihnen einen der folgenden Browser zu nutzen.
Trotzdem fortfahren
Sie sind hier:

Gaskrise in Deutschland

25.11.2022

Was kann ich tun? 

  • Gaspreise im Großhandel sind gesunkenVerbraucherpreise weiter auf hohem Niveau.
  • Aktuell massive Erhöhungen in der Grundversorgung. Auch Bestandstarife werden deutlich teurer.
  • Sie haben 2 Optionen: Neuen Tarif mit Preisgarantie abschließen oder Sparalarm aktivieren und später wechseln.

jetzt Sparalarm aktivieren

Welche Entlastungen für Gaskunden sind geplant?

  • Die geplante Gaspreisbremse greift ab dem 01.03.2023 bis zum 31.03.2024, soll aber rückwirkend schon ab Januar 2023 gelten. Die Entlastung ist für 80 % des Verbrauchs mit einem Bruttopreis von 12 ct pro kWh festgelegt. Aktuell zahlen Verbraucher durchschnittlich 18,6 ct pro kWh. Eine Familie (Verbrauch: 20.000 kWh) würde dadurch 1.056 € pro Jahr sparen, ein Single (Verbrauch: 5.000 kWh) um 264 €.

Bereits beschlossene Maßnahmen:
 
  • Verbraucher erhalten im Dezember eine Gas-Soforthilfe. Diese berechnet sich auf Grundlage eines Zwölftels des Jahresverbrauchs und wird dann mit dem für Dezember vereinbarten Gaspreis multipliziert. Eine Familie (Verbrauch: 20.000 kWh) wird dadurch um 311 € pro Jahr entlastet, ein Single (Verbrauch: 5.000 kWh) um 86 €.
  • Die Mehrwertsteuer auf Gas wird von 01.10.2022 bis 31.03.2024 von 19 % auf 7 % gesenkt. Dadurch wird eine Familie um 306 €, ein Single um 87 € pro Jahr entlastet.
  • Zusätzlich wird die CO2-Abgabe 2023 vorerst nicht angehoben, so wird eine Familie um 6,30 € jährlich weniger belastet.

Ist ein Gasanbieterwechsel aktuell sinnvoll?

Aufgrund der weiterhin hohen Gaspreisen im Großhandel kommt es aktuell sowohl in der Grundversorgung als auch bei Bestandstarifen zu massiven Preiserhöhungen

Sie haben grundsätzlich zwei Optionen:

a) Tarife vergleichen und neuen Vertrag abschließen

Vergleichen
Sie aktuelle Tarife in unserem Gasvergleich und schließen Sie einen neuen Vertrag mit Preisgarantie ab. So sind Sie vor plötzlichen Preiserhöhungen geschützt und haben für min. 12 Monate eine Kostensicherheit.

b) Bei Ihrem jetzigen Anbieter oder Grundversorger bleiben und später wechseln

Für den Fall, dass Ihr Grundversorger oder Vertrag bei einem Alternativanbieter günstiger ist, haben Sie die Möglichkeit den  Sparalarm aktivieren CHECK24 Sparalarm zu aktivieren. So haben Sie die Preisentwicklung ganz einfach im Blick und können bei verbessertem Angebot wechseln.

Wie entwickeln sich die Gaspreise?

Im November sank der Gaspreis für Verbraucher. Im Druchschnitt zahlt ein Musterhaushalt (Verbrauch: 20.000 kWh) 3.200 € im Jahr für Gas. Das entspricht einem durchschnittlichen Preis von 16,0 ct pro kWh – ein Minus von 27 % im Vergleich zum Vormonat.

  1. Wenn die vor der Energiekrise beschafften Gasmengen der Energieversorger aufgebraucht sind, müssen die Anbieter zu den aktuell hohen Börsenpreisen einkaufen.
  2. Die Netznutzungsentgelte für Gas steigen 2023 voraussichtlich um 8 % (trotz Senkung der MwSt.). Das wird einen Musterhaushalt (Verbrauch: 20.000 kWh) um 32 € mehr belasten.
  3. Die Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung und Einspeicherung des Gases, sollen durch die neue Speicherumlage auf die Verbraucher umgelegt werden.
  4. Der Börsenpreis für Gas ist im Vergleich zu den Höchstständen Ende August (312 € pro MWh) gesunken. Im Großhandel werden aktuell 123 € pro MWh (Stand: 25.11.2022) fällig. 2021 lagen die Preise im Schnitt bei 47 € pro MWh – ein Plus von 164 %.

Gaspreise sinken, bleiben aber weiter auf hohem Niveau

Gasversorgung 2022 in Zahlen

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung

Wenn Ihr Gasanbieter die Preise erhöht oder ihre Preise nach dem Energiesicherungsgesetz erhöhen sollten, können Sie in der Regel ohne Einhaltung der Frist kündigen. Beachten Sie, dass Sie Ihre Sonderkündigung selbst vornehmen müssen, es genügt nicht einen neuen Anbieter mit der Kündigung zu beauftragen.

Sollten Sie sich nach der Preiserhöhung eines Alternativanbieters bewusst für die lokale Grundversorgung entscheiden, müssen Sie nach dem Gebrauch des Sonderkündigungsrechts nichts weiter unternehmen – Ihr Gasgrundversorger meldet sich automatisch bei Ihnen.

Kündigungsservice

Sie können unseren Kündigungsservice nutzen und komplett digital kündigen.

Kündigungsservice

Häufige Fragen zur Gaskrise

Kann es durch die aktuelle Gaskrise zur Versorgungsunterbrechung kommen?

Das Bundeswirtschaftsministerium gibt hier Entwarnung: Die unterbrechungsfreie Energieversorgung ist gesetzlich festgelegt, denn die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers springt automatisch ein (auch bei Insolvenz des Energieanbieters). Wenn die dritte Eskalationsstufe des Notfallplans Gas der Bundesregierung ausgerufen werden würde, greift der Staat ein und regelt die Gasversorgung: Dabei erhalten Privathaushalte und andere schützenswerte Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser den Vorrang.

Wie viel teurer wird die Gasrechnung?

Aktuelle Gaspreiserhöhungen 25.11.22: 629 Gasgrundversorger erhöhen ihre Preise

Trotz der Mehrwertsteuersenkung betragen die Preiserhöhungen (seit 30.09.22) im Schnitt 54 %. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet das zusätzliche Kosten von durchschnittlich 1.183 € pro Jahr (ohne Gaspreisbremse).

Notfallplan Gas: Was bedeuten die drei Stufen?

Seit dem 23.06.22 gilt die Alarmstufe.

  1. Frühwarnstufe: Vorbereitung auf eine Verschlechterung der Versorgungslage. Ein Krisenteam berät über weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit.
  2. Alarmstufe (seit 23.06.22 ausgerufen): Die Gasversorgungslage  verschlechtert sich erheblich. Der Gasmarkt ist noch ohne staatliche Eingriffe in der Lage, Störungen oder eine hohe Nachfrage zu bewältigen.
  3. Notfallstufe: Es liegt gleichzeitig eine sehr hohe Gasnachfrage und eine massive Störung der Gasversorgung vor. Dann greift der Staat ein und regelt über die Bundesnetzagentur in Abstimmung mit den Netzbetreibern die Gasverteilung.
Was ist die Speicherumlage?

Die sogenannte Speicherumlage ist ab dem 01.10.22 wirksam, gilt bis 31.05.25 und beträgt 0,059 Cent pro kWh. Damit sollen die Kosten zur Einspeicherung von Gas gedeckt werden, um die Versorgung im Winter zu gewährleisten. Es wird erwartet, dass Verbraucher davon wenig beeinträchtigt werden.


CHECK24 Energieexpertin Linda Welzer Linda Welzer
CHECK24 Energieexpertin
Kundenbewertungen
CHECK24 Energievergleich
4.9 / 5
4.376 Bewertungen
(letzte 12 Monate)