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Aus Unitymedia wird Vodafone EU-Kommission bestätigt Fusion der beiden Kabelanbieter

München, | 13:52 Uhr | awa

Nach eingehender Prüfung hat die EU-Kommission nun bestätigt, dass Vodafone den Kabelanbieter Unitymedia übernehmen darf. Das britische Telekommunikationsunternehmen hatte dem Unitymedia-Mutterkonzern Liberty Global insgesamt 18,4 Milliarden Euro für seine Kabelgeschäfte in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien geboten, beide Parteien waren sich im Mai 2018 bereits über den Deal einig geworden.

Vodafone-Logo Vodafone hat's geschafft: Die EU-Kommission stimmt der Übernahme von Unitymedia zu.

Aufgrund der Größe des Deals und drohender Wettbewerbseinschränkungen hatte die EU-Kommission zunächst Bedenken geäußert und im Dezember 2018 eine tiefergehende Prüfung angekündigt. Um diese Bedenken aus dem Weg zu räumen, hat Vodafone Deutschland im Mai diesen Jahres ein Maßnahmenpaket an Zugeständnissen präsentiert, die das Unternehmen im Falle einer Zustimmung umsetzen würde.

Dieses Maßnahmenpaket sieht unter anderem vor, dass Vodafone sein Kabelnetz künftig für Telefónica Deutschland (o2) öffnet, sodass ein neuer Kabelanbieter in Deutschland entstehen kann. Unter der Auflage, dass diese Zugeständnisse in vollem Umfang umgesetzt werden, hat die EU-Kommission der Übernahme zugestimmt, heißt es in einer Pressemitteilung aus Brüssel.

Was bedeutet die Unitymedia-Übernahme für Kunden?

Für Unitymedia-Kunden ändert sich durch den Zusammenschluss der beiden Kabelanbieter vorerst nichts – das bestätigt Vodafone auf seiner Webseite. Dies gilt sowohl für Verträge und Tarife als auch für den Kundenservice von Unitymedia. Kunden können sich bei Fragen zu ihrem Internetanschluss oder einem anderen Produkt an die gewohnten Stellen wenden. Außerdem gibt es auch kein Sonderkündigungsrecht für Kunden, die von Unitymedia zu einem anderen Internetanbieter wechseln wollten.

Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland, kündigt indes „einen noch nie dagewesenen Infrastruktur-Schub“ in der Bundesrepublik an: „Ab jetzt können wir unser Versprechen einlösen – und in den nächsten drei Jahren insgesamt 25 Millionen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit versorgen. Damit machen wir Gigabit massentauglich. Damit machen wir Gigabit bezahlbar.“ Durch das wieder vereinte Kabelnetz solle, so Ametsreiter weiter, Deutschland von einem der langsamsten zu einem der schnellsten Digitalstaaten auf dem europäischen Kontinent werden.

 

Quelle: Vodafone