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Glasfaser Gutscheinsystem soll Anreize für Ausbau schaffen

München, | 12:55 Uhr | awa

Um Gebäudeeigentümer zu motivieren, ihre Immobilien mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus zu versorgen, sollen Gutscheine im Wert von bis zu 1.500 Euro für zum Ausbau erforderliche Arbeiten ausgegeben werden. Das haben verschiedene Interessenverbände wie der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der Bundesverband Breitbandkommunikation und der Bundesverband Glasfaseranschluss vorgeschlagen, berichtet heise.de am Donnerstag.

Ein Techniker verlegt Glasfaserkabel für einen schnellen Breitband-Internetanschluss Mit Gutscheinen für notwendige Tiefbauarbeiten sollen Hauseigentümer zum Glasfaserausbau motiviert werden.

Die Verbände versprechen sich davon, dass sowohl die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen dadurch steigen würde als auch der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau beschleunigt und der flächendeckende Zugang zu schnellem Internet weiter vorangetrieben würde, heißt es bei heise.de weiter. Das bestehende Fördersystem würde damit um einen „finanziellen und unbürokratischen Anreiz“ erweitert werden.

Dass eine Nachfrage nach mehr staatlicher Förderung besteht, belegen die Verbände mit einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom. Demnach würden sich 45 Prozent aller Hauseigentümer einen Glasfaseranschluss bis ins Haus legen lassen, wenn die Kosten durch staatliche Förderungen subventioniert würden.

Die Gelder könnten, so heise.de weiter, beispielsweise aus dem Fördertopf des Bundes für den Breitbandausbau entnommen werden. Im Oktober 2015 hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, ein solches Förderprogramm einzurichten. Insgesamt waren zwei Milliarden Euro vorgesehen, die über Kommunen und Landkreise an Investoren weitergegeben werden sollten, um das Breitbandziel der damaligen Bundesregierung, bis 2018 ein flächendeckendes Netz mit 50-MBit/s-Anschlüssen aufzubauen, zu erreichen.

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