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Breitbandausbau Zwei Drittel der Kabelverzweiger ohne Vectoring

München,

Von bundesweit rund 330.000 Kabelverzweigern sind etwas mehr als 90.000 mit Vectoring-Technik ausgestattet. Das berichtet Teltarif.de unter Berufung auf eine Ausbauliste, die der Redaktion vorliegt. Vectoring-Technik ist notwendig, um die Surfgeschwindigkeit auf vorhandenen Telefonkabeln aus Kupferdrähten auf bis zu 100 MBit/s anzuheben.

LAN, Glasfaser und Vectoring Die Vectoring-Technik beschleunigt die Surf-Geschwindigkeit im Telefonnetz auf bis zu 100 MBit/s
Dem Bericht zufolge wurden innerhalb der letzten elf Monate rund 40.000 Kabelverzweiger durch die Telekom und Wettbewerber mit Glasfaserkabeln erschlossen und mit Vectoring-Technik ausgestattet. Vor den Anbietern und Netzbetreibern liegt noch eine Menge Arbeit: Den Zahlen zufolge sind 240.000 Kabelverzweiger nicht auf Vectoring-Technik umgerüstet.

Im Artikel wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass derzeit gar nicht alle Kabelverzweiger mit Vectoring-Technik ausgebaut werden können: So gibt es etwa vor allem im ländlichen Raum Kästen, die zwar bereits mit Glasfaserkabeln erschlossen sind (VDSL mit bis zu 50 MBit/s ist hier möglich), an denen aber technisch bedingt kein Vectoring möglich ist. Ist der Breitbandausbau in einer Region mit Steuergeldern finanziert, kann es ebenfalls passieren, dass der Vectoring-Ausbau ausfällt. Bis vor kurzem waren außerdem 41.000 der grauen Kästen im Nahbereich von Hauptverteilerstandorten vom Ausbau ausgeschlossen – diese können seit der Erlaubnis der Bundesnetzagentur allerdings unter Auflagen mit Vectoring ausgerüstet werden.

Beim Breitbandausbau in Deutschland setzen Netzbetreiber und Anbieter nicht nur auf die Vectoring-Technik. Viele Unternehmen statten Städte und Gemeinden mit echten Glasfaseranschlüssen aus, führen diese bis ins Haus (FTTB) oder sogar bis in die Wohnung (FTTH). Die Kabelnetzbetreiber rüsten ihre Netze ebenfalls auf.
 

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