Wichtige Fragen in Kürze

  • Warum eine private Unfallversicherung?

    Warum eine private Unfallversicherung?

    Fast jeder zweite Unfall geschieht in der Freizeit. Da die gesetzliche Unfallversicherung lediglich bei Unfällen schützt, die während der Arbeitszeit bzw. auf dem Hin- bzw. Rückweg zum Arbeitsort passieren, ist eine zusätzliche private Absicherung sehr wichtig. Trägt der Versicherte nämlich durch einen Unfall (in Freizeit oder Beruf) schwere körperliche und/oder geistige Schäden davon, kann dies eine enorme finanzielle Belastung nach sich ziehen. So können neben den Heilbehandlungen z.B. behindertengerechte Umbauten in der Wohnung erforderlich werden. Durch eine private Unfallversicherung ist der Versicherungsnehmer geschützt, da er die vertraglich vereinbarte Summe von seinem Unfallversicherer erhält und damit seine durch den Unfall entstandenen Kosten decken kann.

  • Wann liegt nach der Definition des Versicherers ein Unfall vor?

    Wann liegt nach der Definition des Versicherers ein Unfall vor?

    In der Versicherungsbranche spricht man von einem Unfall, wenn der Versicherungsnehmer unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erfährt. Diese muss durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper einwirkendes Ereignis verursacht worden sein.

  • Welche Versicherungssumme sollte gewählt werden?

    Welche Versicherungssumme sollte gewählt werden?

    Die Versicherungssumme sollte auf jeden Fall ausreichend hoch angesetzt werden. Sie beträgt in der Regel das Fünf- bis Sechsfache des Bruttojahresverdienstes des Unfall-Versicherungsnehmers.

  • Wann leistet die Unfallversicherung?

    Wann leistet die Unfallversicherung?

    Der Versicherungsfall tritt ein, wenn die Invalidität des Versicherungsnehmers vorliegt, d.h. wenn auch ein Jahr nach dem Unfall noch keine Besserung der gesundheitlichen Schäden eingetreten ist. In diesem Fall erhält der Versicherungsnehmer die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Der Invaliditätsgrad wird vom behandelnden Arzt bestimmt. Die private Unfallversicherung gewährt ihre Leistung bereits ab einem Invaliditätsgrad von einem Prozent. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Versicherungsnehmer in der Beweglichkeit von Gelenken o.ä. eingeschränkt ist.



Unfallversicherung Ratgeber

Notwendigkeit der privaten Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur, wenn Ihnen während der Arbeitszeit etwas zustößt. Da die meisten Unfälle allerdings in der Freizeit passieren, ist eine zusätzliche Absicherung in Form einer privaten Unfallversicherung überaus wichtig. Grund: Die betriebliche Unfallversicherung erstattet Ihnen in diesen Fällen keinen Cent. Die private Unfall-Versicherung erstattet neben den Mehrkosten des Krankenhausaufenthalts und darauf folgende notwendige Arztbesuche auch die Kosten für plastische Operationen und die barrierefreie Umgestaltung Ihrer Wohnung. Im Falle einer Berufsunfähigkeit des Versicherten ersetzt die private Unfallversicherung das Arbeitseinkommen für alle Arbeitnehmer, Selbstständige oder Freiberufler. Ohne eine private Unfall-Versicherung müssten Sie für diese und weitere unfallbedingte Kosten selbst aufkommen. Für die meisten Menschen würde die Höhe dieser Ausgaben die Bedrohung Ihrer Existenz bedeuten. Gerade wenn Sie der Hauptverdiener in Ihrer Familie sind, sollten Sie sich für die existenzsichernde Leistung einer privaten Unfallversicherung entscheiden.

Für Kinder besonders wichtig

Kinder sind verspielt und dabei manchmal etwas ungestüm. Sie können oftmals verträumt und dadurch unvorsichtig sein. Auch fehlt ihnen noch die Voraussicht und Erfahrung hinsichtlich möglicher Gefahren. Daher sind Unfälle im Straßenverkehr, auf dem Spielplatz oder beim Sport bei Kindern keine Seltenheit. Aber auch durch die Nebenwirkung einer Schutzimpfung oder durch einen Zeckenbiss kann ein Kind einen erheblichen gesundheitlichen Schaden davontragen. Denkbar ist auch, dass das Kind versehentlich giftige Stoffe schluckt oder beim Streicheln eines tollwütigen Tieres gebissen wird.

Wird ein Kind invalide, kann es in späterer Zukunft sogar zu einem Sozialfall werden, da es unter Umständen nie einer Arbeit nachgehen und somit auch kein Einkommen beziehen kann. Aus diesen Gründen ist eine private Unfallversicherung für Kinder besonders wichtig und sollte von den Eltern frühzeitig abgeschlossen werden. Innerhalb der privaten Kinder-Unfallversicherung können auf Wunsch auch Neugeborene bis 6 Monate mitversichert werden.

Die Grundfähigkeitsversicherung kann für Kinder ab dem 5. Lebensjahr abgeschlossen werden. Sofern in der Police verankert, zahlt die Grundfähigkeitsversicherung eine lebenslange Rente für das Kind, wenn es aufgrund eines Unfalls blind oder taub werden sollte.

Achten Sie bei der Entscheidung für eine private Kinder-Unfallversicherung auf den Leistungsumfang des jeweiligen Anbieters. Nur einige ausgewählte Gesellschaften versichern Kinder gegen die Risiken Impfschaden oder Vergiftungen.

Versteuerung der Versicherungsleistung

Erhalten Sie aufgrund Ihrer Unfall-Invalidität eine Kapitalleistung von Ihrer privaten Unfallversicherung ausbezahlt, so müssen Sie diese Kapitalleistung nicht versteuern.

Zahlt das Versicherungsunternehmen hingegen eine Rente, unterliegt deren Ertragsteil der Einkommenssteuer. Je jünger der Rentenberechtigte bei der ersten Rentenzahlung ist, desto größer ist der Ertragsteil.

Wenn die private Rentenversicherung eine Todesfallsumme geleistet hat, wird diese mit der Erbschaftssteuer belastet. Je nach Verwandtschaftsgrad und Freibeträgen sinkt die Steuerlast oder fällt sogar ganz weg. Steuerfrei ist die Todesfallleistung, wenn sie an den gezahlt wird.

Wurde in der privaten Unfall-Versicherung eine Prämienrückgewähr vereinbart, werden weder die Überschussbeteiligung noch die Beitragsrückerstattung mit der Lohn- oder Einkommenssteuer belastet. Voraussetzung für die Steuerfreiheit: die Mindestlaufzeit muss 12 Jahre betragen haben und die Beiträge müssen 5 Jahre lang gezahlt worden sein.

Die Wahl der richtigen Versicherungssumme

Vor Abschluss einer privaten Unfallversicherungs-Police sollten Sie sich gut überlegen, welche Versicherungssumme Sie wählen. Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist das Einkommen des Versicherungsnehmers. Auch der mit Ihrer finanziellen Situation verbundene Lebensstandard ist in die Überlegung hinsichtlich der Versicherungssumme mit einzubeziehen. Als Faustregel für erwachsene Antragsteller gilt: die Versicherungssumme sollte mindestens drei Brutto-Jahresgehälter betragen. Diese Summe gewährleistet, dass Sie im Versicherungsfall alle notwendigen Kosten decken können.

Einige private Unfallversicherungsunternehmen bieten Mehrleistungsmodelle an. Gegen einen Prämienzuschlag erhalten Sie im Versicherungsfall eine Mehrleistung vom Versicherer. Werden Sie aufgrund eines Unfalls invalide, steigen die Entschädigungszahlungen der Versicherung überproportional zu Ihrem Invaliditätsgrad an. So können Sie besonders hohe Kosten decken, die meist mit einem hohen Invaliditätsgrad einhergehen.