Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur, wenn Ihnen während der Arbeitszeit etwas zustößt. Da die meisten Unfälle allerdings in der Freizeit passieren, ist eine zusätzliche Absicherung in Form einer privaten Unfallversicherung überaus wichtig. Grund: Die betriebliche Unfallversicherung erstattet Ihnen in diesen Fällen keinen Cent. Die private Unfall-Versicherung erstattet neben den Mehrkosten des Krankenhausaufenthalts und darauf folgende notwendige Arztbesuche auch die Kosten für plastische Operationen und die barrierefreie Umgestaltung Ihrer Wohnung. Im Falle einer Berufsunfähigkeit des Versicherten ersetzt die private Unfallversicherung das Arbeitseinkommen für alle Arbeitnehmer, Selbstständige oder Freiberufler. Ohne eine private Unfall-Versicherung müssten Sie für diese und weitere unfallbedingte Kosten selbst aufkommen. Für die meisten Menschen würde die Höhe dieser Ausgaben die Bedrohung Ihrer Existenz bedeuten. Gerade wenn Sie der Hauptverdiener in Ihrer Familie sind, sollten Sie sich für die existenzsichernde Leistung einer privaten Unfallversicherung entscheiden.
Unfallversicherung Ratgeber
Notwendigkeit der privaten Unfallversicherung
Für Kinder besonders wichtig
Kinder sind verspielt und dabei manchmal etwas ungestüm. Sie können oftmals verträumt und dadurch unvorsichtig sein. Auch fehlt ihnen noch die Voraussicht und Erfahrung hinsichtlich möglicher Gefahren. Daher sind Unfälle im Straßenverkehr, auf dem Spielplatz oder beim Sport bei Kindern keine Seltenheit. Aber auch durch die Nebenwirkung einer Schutzimpfung oder durch einen Zeckenbiss kann ein Kind einen erheblichen gesundheitlichen Schaden davontragen. Denkbar ist auch, dass das Kind versehentlich giftige Stoffe schluckt oder beim Streicheln eines tollwütigen Tieres gebissen wird.
Wird ein Kind invalide, kann es in späterer Zukunft sogar zu einem Sozialfall werden, da es unter Umständen nie einer Arbeit nachgehen und somit auch kein Einkommen beziehen kann. Aus diesen Gründen ist eine private Unfallversicherung für Kinder besonders wichtig und sollte von den Eltern frühzeitig abgeschlossen werden. Innerhalb der privaten Kinder-Unfallversicherung können auf Wunsch auch Neugeborene bis 6 Monate mitversichert werden.
Die Grundfähigkeitsversicherung kann für Kinder ab dem 5. Lebensjahr abgeschlossen werden. Sofern in der Police verankert, zahlt die Grundfähigkeitsversicherung eine lebenslange Rente für das Kind, wenn es aufgrund eines Unfalls blind oder taub werden sollte.
Achten Sie bei der Entscheidung für eine private Kinder-Unfallversicherung auf den Leistungsumfang des jeweiligen Anbieters. Nur einige ausgewählte Gesellschaften versichern Kinder gegen die Risiken Impfschaden oder Vergiftungen.
Versteuerung der Versicherungsleistung
Erhalten Sie aufgrund Ihrer Unfall-Invalidität eine Kapitalleistung von Ihrer privaten Unfallversicherung ausbezahlt, so müssen Sie diese Kapitalleistung nicht versteuern.
Zahlt das Versicherungsunternehmen hingegen eine Rente, unterliegt deren Ertragsteil der Einkommenssteuer. Je jünger der Rentenberechtigte bei der ersten Rentenzahlung ist, desto größer ist der Ertragsteil.
Wenn die private Rentenversicherung eine Todesfallsumme geleistet hat, wird diese mit der Erbschaftssteuer belastet. Je nach Verwandtschaftsgrad und Freibeträgen sinkt die Steuerlast oder fällt sogar ganz weg. Steuerfrei ist die Todesfallleistung, wenn sie an den gezahlt wird.
Wurde in der privaten Unfall-Versicherung eine Prämienrückgewähr vereinbart, werden weder die Überschussbeteiligung noch die Beitragsrückerstattung mit der Lohn- oder Einkommenssteuer belastet. Voraussetzung für die Steuerfreiheit: die Mindestlaufzeit muss 12 Jahre betragen haben und die Beiträge müssen 5 Jahre lang gezahlt worden sein.
Die Wahl der richtigen Versicherungssumme
Vor Abschluss einer privaten Unfallversicherungs-Police sollten Sie sich gut überlegen, welche Versicherungssumme Sie wählen. Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist das Einkommen des Versicherungsnehmers. Auch der mit Ihrer finanziellen Situation verbundene Lebensstandard ist in die Überlegung hinsichtlich der Versicherungssumme mit einzubeziehen. Als Faustregel für erwachsene Antragsteller gilt: die Versicherungssumme sollte mindestens drei Brutto-Jahresgehälter betragen. Diese Summe gewährleistet, dass Sie im Versicherungsfall alle notwendigen Kosten decken können.
Einige private Unfallversicherungsunternehmen bieten Mehrleistungsmodelle an. Gegen einen Prämienzuschlag erhalten Sie im Versicherungsfall eine Mehrleistung vom Versicherer. Werden Sie aufgrund eines Unfalls invalide, steigen die Entschädigungszahlungen der Versicherung überproportional zu Ihrem Invaliditätsgrad an. So können Sie besonders hohe Kosten decken, die meist mit einem hohen Invaliditätsgrad einhergehen.