Die staatliche Förderung sollte grundsätzlich jeder mitnehmen, dem sie zusteht. Nicht umsonst ist die Riester Rente die meistverkaufte staatlich geförderte Altersversorgung. Hohe Zulagen und zusätzliche Steueranreize sind für viele Anleger Grund genug, sich für eine Riester Rente zu entscheiden.
Riester Rente Ratgeber
Wer sollte eine Riester Rente abschließen?
Wie hoch sollte der Beitrag sein?
Um die volle Förderung zu erhalten, sollte der Beitrag 4% des sozialversicherungspflichtigen Einkommens, max. aber 2100,00 EUR betragen.
Der Mindesteigenbeitrag für eine Riester Rente beträgt 60,00 EUR im Jahr.
Einschränkungen der Riester Rente
Bei Rentenbeginn kann man sich maximal 30% des angesparten Kapitals auf einmal auszahlen lassen. Der Rest muss als lebenslange Rente fließen.
Riesterverträge können nicht verpfändet oder verliehen werden.
Steuern und Riester
Während der Beitragszahlung können die Beiträge in eine Riester Rente als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden.
Rentenleistungen und Kapitalleistungen müssen dafür voll versteuert werden. Durch hohe Steuerfreibeträge für Rentner (18.900,00 EUR/37.800,00 für Ledige/Verheiratete) werden aber voraussichtlich viele steuerlich "ungeschoren" davonkommen.
Selbständigkeit und Riester Rente
Wenn der Ehepartner versicherungspflichtig berufstätig ist und eine eigene Riester-Police besitzt, können auch Selbständige und Freiberufler von der Riester Rente profitieren.
Arbeitslosigkeit und Riester Rente
Wer wegen Arbeitslosigkeit als arbeitssuchend gemeldet sind, also Bezieher von Arbeitslosengeld oder der Grundsicherung für Arbeitssuchende (Arbeitslosengeld II) ist, steht Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung gleich, ist also förderberechtigt.
Wohnriester, Fonds, Banksparplan oder Rentenversicherung
Um an die Riesterförderung zu kommen, muss man sich entscheiden, welche Anlageform man wählt. Alle Produktangebote haben Vor- und Nachteile, aber allen gemeinsam ist, dass die eingezahlten Beiträge und Zulagen am Vertragsende garantiert werden müssen. Ob man also in eine klassische Rentenversicherung, einen Sparplan, Bausparvertrag oder Aktienfonds investiert, bleibt hauptsächlich dem persönlichen Geschmack und der persönlichen Lebensplanung überlassen. Wer den Erwerb einer Immobilie plant, ist sicher mit einem Bausparer besser bedient, als mit einem Aktienfonds. Wenn man sich für eine Anlageform entschieden hat, sollte man alle Angebote in diesem Segment vergleichen, um das Optimale aus der Riester Rente herauszuholen.