Die gesetzliche Rente wird für ein sorgenfreies Leben im Alter nicht ausreichen.
Gründe dafür, dass die gesetzlichen Rentenleistungen immer mehr sinken, sind die
heutige hohe Arbeitslosigkeit, Rentner, die aufgrund gestiegener Lebenserwartung
über einen immer längeren Zeitraum Rente beziehen und nicht zuletzt der
Geburtenrückgang. Daher hat kaum jemand noch ernsthafte Zweifel an der Notwendigkeit
einer privaten Rentenvorsorge.
Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, eine private Rentenversicherung
abzuschließen, sollten Sie folgende Faktoren in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.
Je früher man mit der Vorsorge beginnt, desto niedriger sind einerseits die
monatlichen Beiträge. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass über einen längeren
Zeitraum mehr Kapital angesammelt werden kann, was dazu führt, dass die spätere Rente
umso höher ausfällt. Zinsen und Zinseszinsen sorgen dafür, dass die Beiträge niedrig
bleiben und die Erträge wachsen.
Des Weiteren müssen Sie die Inflation mit einkalkulieren. So sind bspw. in 30
Jahren 1.000.- Euro vielleicht nur noch die Hälfte wert, denn die Kaufkraft ist in
den letzten Jahren ständig gesunken. Bedenken Sie, die Rentenhöhe und damit die
Beitragshöhe an diesem Gesichtspunkt auszurichten.
Auch wenn man als junger Mensch am Anfang der beruflichen Laufbahn den Gedanken
an das Rentenalter gerne verdrängt: Je früher eine private Renten-Versicherung
abgeschlossen wird, desto vorteilhafter ist es für den Versicherten. Grund:
im Rahmen der privaten Rentenversicherung müssen im jungen Alter des
Versicherungsnehmers wesentlich geringere monatliche Beiträge geleistet werden, um
auf die gleiche Zielrente zu kommen wie ein älterer Versicherungsnehmer. So zahlt
ein Versicherungsnehmer, der 20 Jahre jünger ist als eine Vergleichsperson, einen
Bruchteil des Beitrags des älteren Versicherungsnehmers ein, um später auf den
gleichen Rentenversicherungsbetrag zu kommen.
Es empfiehlt sich daher, schon früh an eine private Altersvorsorge zu denken und
entsprechende Schritte einzuleiten. Warten Sie damit nicht unnötig lange, damit Sie
in den Genuss relativ geringer Beiträge kommen können.
Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um ein Sparbuch. Der Versicherte
leistet seinen Beitrag, bekommt eventuelle Zulagen (Riester-Rente). Von diesen
Zahlungen werden Bearbeitungsgebühren abgezogen, der Rest des Geldes wird verzinst.
Die Versorgung wächst stetig.
Ein solcher Sparplan ist eine sichere Angelegenheit. Die Grundverzinsung ist
garantiert, die Höhe der Mindestrente ist von vornherein bekannt. Gibt es
Überschüsse, wird die Rente aufgestockt.
Die Einzahlungen werden in Wertpapieren angelegt. Das bedeutet auf der einen
Seite ein größeres Risiko, bietet aber auf der anderen Seite die Möglichkeit höherer
Renditen. Der Aktienmarkt ist großen Schwankungen unterworfen. Die Fondsmanager
achten bei Rentenfonds besonders auf sichere Anlagen, trotzdem sind Verluste möglich.
Auch auf die Kosten einer Anlage muss geachtet werden. Deshalb sollten Sie sich vor
Abschluss einer solchen privaten Altersvorsorge gründlich informieren.
Die Sofortrente bietet eine gute Möglichkeit, sich kurz vor Erreichen des
Rentenalters noch Rentenansprüche zu sichern. Auch wer bereits als Rentner durch
Erbschaft oder Abfindung zu einer größeren Geldsumme kommt, kann den Betrag anlegen
und eine lebenslange, sofortige Rente erzielen. Sinnvoll ist diese Rentenform auch
für Menschen, die nicht langfristig abgesichert sind.
Selbständige, die nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen, können mit der
Rürup-Rente oder der flexiblen privaten Rentenversicherung vorsorgen. Im Bereich der
Rürup-Rente bietet sich die Möglichkeit, bereits in der Ansparphase der
Rentenversicherung Steuern einzusparen, während bei der flexiblen privaten
Rentenversicherung die monatlich gezahlten Renten der günstigen
Ertragsanteilbesteuerung unterliegen.
Die Unterschiede die sich heute aus der privaten und betrieblichen Altersvorsorge
ergeben, liegen vor allem innerhalb der steuerlichen und
sozialversicherungsrechtlichen Behandlung der Rentenversicherungsverträge. Im Bereich
der privaten Altersvorsorge muss der Versicherungsnehmer die Beiträge für die private
Rente aus dem Nettoeinkommen aufbringen, während die Beiträge zur betrieblichen
Altersvorsorge steuer- und sozialversicherungsbefreit sind.
Die Höhe der Sparrate hängt von individuellen Faktoren des Kunden ab. So spielt
beispielsweise das Alter des Kunden eine Rolle und ebenfalls das bisherige Einkommen.
Grundsätzlich sollten Sie die Höhe der Sparrate so wählen, dass die spätere
Versicherungsleistung, die private Rente, die vorhandene Versorgungslücke schließt.
Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der
später zu erwartenden Zahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Wie hoch die
monatlichen Einzahlungen sein müssen, kann man unter Angabe der Vertragslaufzeit und
der "Zielrente" berechnen.