Strompreisentwicklung

Elektrische Energie ist ein teures Gut. Das merken Verbraucher bei den Abrechnungen ihres Stromversorgers - und bei den Preiserhöhungen, die in scheinbar regelmäßigen Abständen verkündet werden. Die Strompreisentwicklung geht offenbar unaufhaltsam aufwärts - und zwar stärker als das allgemeine Preisniveau, so das Gefühl der meisten Kunden.
Diese Einschätzung trügt nicht: Trotz Liberalisierung und zunehmenden Wettbewerbs durch neue Stromanbieter haben die Strompreise seit der Energiewende stark angezogen. CHECK24 berechnet monatlich einen Strompreisindex, der die Strompreisentwicklung abbildet. Die Tendenz ist eindeutig:

Strompreisentwicklung Strompreisindex Quelle: Strompreisindex von CHECK24

Der Index wird für jedes deutsche Netzgebiet berechnet, die nach Einwohnerzahl gewichtet werden. Berücksichtigt werden der jeweilige Grundversorgungstarif, der günstigste Alternativtarif des Grundversorgers und die zehn günstigsten Tarife anderer Anbieter, die am 15. jedes Monats zur Verfügung stehen. Berechnet werden die jährlichen Ausgaben eines Vier-Personen-Haushaltes mit einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden.
Verglichen mit der allgemeinen Teuerungsrate - in deren Berechnung die Strompreise bereits einfließen - sind die Stromkosten in den vergangenen Jahren erkennbar stärker gestiegen. Hier wird die Strompreisentwicklung dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes gegenübergestellt:

Strompreisentwicklung und Verbraucherpreisindex Quelle: Strompreisindex von CHECK24; Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes (2005 = 100 Punkte)

Verantwortlich für diese Entwicklung der Strompreise sind mehrere Faktoren. Ein Teil der Steigerungen geht auf staatliche Steuern und Abgaben zurück. So wurde die EEG-Umlage, mit der die Subventionen für den Ausbau der erneuerbaren Energien bezahlt werden, in den zurückliegenden Jahren immer wieder erhöht. Auch die Kosten für Brennstoffe, die in den Kraftwerken eingesetzt werden, steigen - hinzu kommen die Ausgaben für den europäischen CO2-Emissionshandel, an dem fossile Kraftwerke mit einer Feuerungswärmeleistung von mehr als 20 Megawatt teilnehmen müssen. In Zukunft werden auch bei den Netzentgelten, die ebenfalls die Strompreisentwicklung beeinflussen, Steigerungen erwartet, weil die Leitungen für die Energiewende ausgebaut werden müssen. Wie sich die Strompreise zusammensetzen, ist auf einer eigenen Seite zusammengefasst.
Verbraucherschützer und Kartellbehörden übten in der Vergangenheit mehrfach heftig Kritik an der Strompreisentwicklung. Ihr Verdacht: Die großen Energiekonzerne, die über die Mehrheit der Kraftwerke verfügen, könnten gezielt das Angebot knapp halten und die Preise hochtreiben - bewiesen konnte dieser Vorwurf aber nie werden. Zudem wird immer wieder beklagt, die Stromanbieter würden die Erhöhung staatlicher Abgaben zu kräftigen Preiserhöhungen nutzen, die wesentlich höher ausfielen als nötig.
Stromkunden haben nur eine Möglichkeit, auf die Strompreisentwicklung Einfluss zu nehmen: durch die gezielte Entscheidung für einen günstigen Stromanbieter. in vielen Fällen können dadurch mehrere hundert Euro pro Jahr gespart werden. Gleichzeitig kommt der Wettbewerb auf dem Strommarkt in Schwung, wenn viele Verbraucher den Versorger wechseln - das sorgt für niedrigere Preise oder bremst wenigstens ihren Anstieg.

Sie suchen einen günstigeren Stromversorger.
Hier einfach vergleichen.

Kostenlose Beratung

0800 - 755 455 430

Mo. bis So. 8:00 - 22:00 Uhr

Bekannt aus dem TV ARD, ZDF, RTL, PRO7, SAT1
Sie sind hier: