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Smart Grids: BDEW will intelligente Energienetze bis 2022

München, 06.02.2013 | 17:49 | rfi

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) will das deutsche Energiesystem reformieren, um die Probleme bei der Umsetzung der Energiewende in den Griff zu bekommen. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, hat er dafür einen Plan zur Entwicklung von sogenannten Smart Grids erarbeitet. Ziel ist es, bis zum Jahr 2022 Energie intelligent nutzen zu können. Der konkrete Plan soll am kommenden Montag vorgestellt werden.

Strommasten über Hochspannungsleitungen verbunden

Bis 2022 soll Deutschlands Stromnetz intelligent werden - der BDEW hat dazu einen Fahrplan entwickelt.

Die "Roadmap" umfasst zehn inhaltliche Entwicklungsschritte, eingeteilt in drei Phasen. Beispielsweise sollen ein umfassender rechtlicher Rahmens und feste Standards und Normen erstellt werden. Zudem befasst sich der Plan mit der Abgrenzung und Interaktion zwischen der Marktfähigkeit und den Netzkapazitäten.  

Mit intelligenter Netzsteuerung sollen die einzelnen Energiearten besser aufeinander abgestimmt und die Nachfrage flexibler gedeckt werden. Dadurch könnte der Netzausbau bei gleichbleibend hoher Versorgungsqualität effizienter gestaltet werden. Die erste Aufbau- und Pionierphase ist laut BDEW-Roadmap für 2012 bis 2014 geplant. Anschließend folgt die Etablierung und Ausgestaltung der Maßnahmen in Phase zwei, bis 2018. Die komplette Umstellung soll nach der letzten Phase, der Realisierungs- und Marktphase bis 2022 abgeschlossen sein.

Als Grund für die geplante Reform nennt die BDEW-Vorsitzende Hildegard Müller in der Mitteilung die aufgrund des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zunehmend dezentrale Stromerzeugung. Dafür müssten insbesondere die Verteilnetze, die fast den gesamten Ökostrom einspeisen und transportieren, ausgebaut werden. Die Koordinierung stelle Energienetzbetreiber inzwischen vor enorme Herausforderungen. Der intelligente Ausbau der Verteilnetze bis 2022 wäre ein wichtiger Beitrag zur konkreten Umsetzung der Energiewende in Deutschland, sagte Müller.

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