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Gerichtsverfahren abgewendet: Google zahlt Bußgeld in Millionenhöhe

München, 13.07.2012 | 10:21 | awa

Der Suchmaschinenkonzern Google muss aufgrund von Datenschutzrechtsverletzungen ein Bußgeld in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar an die Federal Trade Commission (FTC) zahlen. Medienberichten zufolge wirft die US-amerikanische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde dem Internetunternehmen vor, die Rechte von Usern des Apple-Internetbrowsers Safari verletzt zu haben. Google akzeptierte die Strafe und wendete so ein drohendes Gerichtsverfahren ab.

Google hat User des Internet-Browsers Safari von Apple ausspioniert ? nach eigenen Angaben aus Versehen.

Google hat User des Internet-Browsers Safari von Apple ausspioniert - nach eigenen Angaben aus Versehen.

Google weist derweil jede Verantwortung von sich. Das Unternehmen teilte mit, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe. Es kämen stets die „höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards“ zum Einsatz. Zudem seien keine persönlichen Daten wie Namen, Adressen oder Kreditkarten-Details gesammelt worden, hieß es in einer Mitteilung. Der Suchmaschinengigant war in der Vergangenheit bereits mehrfach ins Visier von Datenschützern geraten. Sowohl 2010 als auch im April dieses Jahres einigte man sich jedoch mit Vergleichszahlungen von bis zu 25.000 US-Dollar.

Im aktuellen Fall wird Google beschuldigt, die Safari-Nutzer durch den heimlichen Einsatz sogenannter Cookies - kleiner Computerdateien, die Informationen über das Surfverhalten von Internetusern sammeln und über einen begrenzten Zeitraum hinweg speichern - ausspioniert zu haben. Mithilfe einer solchen Datensammlung lässt sich Werbung noch gezielter auf die User zuschneiden. Bereits im Februar hatte das Wall Street Journal berichtet, dass es Google gelungen sei, die eigentlich in Safari geblockten Cookies zu setzen.

Auch wenn es sich um die höchste jemals von der FTC verhängte Strafzahlung handelt, ist sie für Google nicht wirklich einschneidend. Zwar bezeichnet der amerikanische Datenschutz-Aktivist Jeffrey Chester die Zahlung laut Wirtschaftwoche Online als „signifikante Strafe“. Jedoch verfügt das Unternehmen laut Welt Online schon allein über Rücklagen in Höhe von 49 Milliarden US-Dollar.

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