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Datenschutzverstoß: Google zahlt Rekordstrafe von 22,5 Millionen US-Dollar

München, 10.08.2012 | 16:51 | awa

In der Auseinandersetzung um vermeintliche Verletzungen des Datenschutzes hat Google einem Vergleich mit der US-Regulierungsbehörde Federal Trade Commission (FTC) zugestimmt und zahlt insgesamt 22, 5 Millionen US-Dollar. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, werden nun keine weiteren Ermittlungen geführt. Sie wirft Google vor, vorsätzlich die Privatsphäre von Nutzern des Apple-Browsers Safari verletzt und diese falsch informiert zu haben. Damit habe Google gegen Vereinbarung mit der FTC verstoßen.

Datenschutz Vergehen: Google zahlt Strafe in Millionenhöhe

Google zahlt die Rekordsumme von 22,5 Mio. Dollar, um Untersuchungen wegen Datenschutzverstößen zu verhindern.

Neben der Vergleichszahlung hat Google sich zusätzlich verpflichtet, vorhandene Cookies auf Rechnern von mit Safari-Usern zu entfernen. Entgegen gegenteiliger Angaben auf seiner Website hatte der Suchmaschinenkonzern der FTC zufolge Ende 2011 und Anfang 2012 Cookies bei Safari-Usern eingesetzt. Mittels dieser kleinen Dateien, die auf einem Computer gespeichert werden, ist es möglich das Surfverhalten von Nutzern zu verfolgen. Jon Leibowitz, Vorsitzender der FTC, bezeichnete die Zahlung der Rekordsumme als Warnung an alle Unternehmen, die Privatsphäre-Abkommen mit seiner Behörde einzuhalten.

Die Annahme des Vergleichs begründete die zuständige Kommission der FTC damit, dass Googles vermeintliches Vergehen nur über einen kurzen Zeitraum hinweg andauerte und nicht dem finanziellen Vorteil gedient habe. Einstimmig sei die Entscheidung des FTC, den Vergleich anzunehmen, allerdings nicht gefallen. Eines der fünf Kommissionsmitglieder lehnte mit dem Argument ab, wenn Google bereit sei diese Rekordsumme zu zahlen, sollte ihm nicht erlaubt werden, sich auf diese Weise aus der Affäre zu ziehen.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte Medienberichten zufolge ein Bericht des Wall Street Journals Anfang dieses Jahres, in dem das Magazin berichtete, Google würde ohne Zustimmung der Nutzer Cookies in Apples Safari-Browser hinterlassen. In diesem Fall jedoch ist ein Einverständnis der User jedoch ausschlaggebend, denn standardmäßig sind keine Werbe-Cookies in Safari zugelassen. Google sei es angeblich gelungen Cookies zu setzen, ohne dass Nutzer ihre Einstellungen entsprechend angepasst hätten. Zudem hatte Google auf seiner Website mitgeteilt, User müssten nichts unternehmen, um den Einsatz von Cookies zu verhindern.

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