Falsches Sparen: Jeder Dritte hat größere Summen auf dem Girokonto
München, 14.07.2011 | 14:06 | sbi
31 Prozent der Deutschen lassen ihr Geld ohne angemessene Zinserträge auf einem Girokonto versauern. Zu diesem Ergebnis kam der vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Bank of Scotland erhobene "Sparerkompass Deutschland." Dabei haben flexible Tagesgeldkonten eine weitaus höhere Verzinsung zu bieten.

Falschsparen: Jeder Dritte versäumt es, angemessene Zinserträge mit einem Tagesgeldkonto zu sichern.
Im Sparverhalten der deutschen Verbraucher lassen sich deutlich regionale Unterschiede erkennen. Die Länder, in denen die meisten Bürger ihre Einlagen für längere Zeit auf dem Girokonto liegen lassen, sind Thüringen (47 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (43 Prozent) und Bayern (39 Prozent). Ein vergleichsweise geringerer Anteil von Falschsparern ist dagegen in Brandenburg und Berlin mit jeweils 20 Prozent sowie Baden-Württemberg (25 Prozent) zu finden.
Bei der Frage, weshalb falsch gespart wird, gaben die Teilnehmer der Studie verschiedene Antworten. Mehrfachnennungen waren dabei möglich. Über die Hälfte der Befragten nannten als Grund für ihr Falschsparen, dass sie eine Umschichtung der finanziellen Überschüsse einfach aus Gewohnheit nicht vornehmen. 43 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, vom Girokonto jederzeit Geld abheben zu können. Gleiches trifft jedoch auch auf gut verzinste Tagesgeldkonten zu. Zudem ist bei den Tagesgeldzinsen derzeit ein kontinuierlicher Aufwärtstrend erkennbar. Fünf Prozent waren sogar davon überzeugt, mehr Zinsen auf dem Girokonto zu erhalten.
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