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Verbraucherschützer prangern zu hohe Strompreise an

München, 10.03.2010 | 11:15 | iwe

Wenn die Preise für Strom im Großhandel 2009 deutlich gesunken sind, die Privatkunden 2010 aber wöchentlich mit Preiserhöhungen geschockt werden, kann irgendetwas nicht stimmen. Darauf macht jetzt auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen aufmerksam. Strom sei in Deutschland einfach zu teuer.

Verbraucherschützer prangern zu hohe Strompreise an

Trotz gesunkener Strompreise im Großhandel, werden die Verbraucher mit immer teureren Tarifen konfrontiert.

Holger Krawinkel, Energieexperte der Verbraucherzentralen, verweist in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung darauf, dass die Strompreise an der Energiebörse in Leipzig seit dem vergangenen Jahr im Schnitt um 40 Prozent gesunken seien. "Der Wettbewerb funktioniert nicht. Strom hätte schon längst billiger werden müssen", sagt Krawinkel.

Für Verbraucher hingegen hat sich Strom seit Jahresbeginn verteuert, durch erhöhte Netznutzungspreise, die der Staat den Stromkonzernen in Rechnung stellt. Aber auch durch die Konzerne selbst, die die Preise diktieren. Vor allem Singles treffen die Erhöhungen hart. Sie nutzen nach einer Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft mit einem Jahresverbrauch von etwa 2050 Kilowattstunden pro Kopf mehr Strom als Familien. In einem Zwei-Personen-Haushalt ist dieser Verbrauch bereits um durchschnittlich 660 kWh niedriger.

Gebe es einen funktionierenden Wettbewerb, müssten spätestens Mitte dieses Jahres Preisvorteile von etwa zehn Prozent beim Kunden ankommen, so der Experte. So recht daran glauben will jedoch niemand. Verbraucher selbst können aber etwas am zu teuren Strom ändern, in dem sie Preise vergleichen. Krawinkels Rat: "Verbraucher sollten den Anbietern endlich massiv die rote Karte zeigen und zu billigeren Versorgern wechseln."

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