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EEG-Umlage: Rösler hält Anstieg der Strompreise für möglich

München, 31.07.2012 | 10:19 | tei

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will einen weiteren Anstieg der Strompreise im Herbst nicht ausschließen. Viele Experten würden eine Teuerung erwarten, sagte er am Sonntag dem Deutschlandfunk. Grund für diese Entwicklung könnte demnach die Umlage für erneuerbare Energien sein - diese wird im Oktober entsprechend der in die Stromnetze eingespeisten Menge von Wind- und Sonnenenergie angepasst.

EEG-Umlage: Rösler schließt Strompreise Anstieg im Herbst nicht aus

Ab Herbst könnten die Strompreise weiter klettern - Grund dafür wäre die EEG-Umlage.

Jedoch könnten erst die Zahlen zur Umlage im Herbst völlige Klarheit schaffen, so der Minister. Er machte gleichzeitig deutlich, dass in erster Linie bezahlbare Strompreise im Vordergrund stehen müssten. Auch für Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) liegt die Priorität auf erschwinglichen Energiepreisen. Er hatte bereits im Vorfeld eingeräumt, dass die Frage nach der Bezahlbarkeit von Strom im Zuge der Energiewende mehr und mehr aus dem Blickfeld gerückt sei.

Indes regt sich Kritik an den stetig steigenden Kosten durch die Energiewende. Michael Fuchs, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, forderte am Samstag in der Rheinischen Post, die Belastungen für Verbraucher zu senken. Dafür sei eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) notwendig. Berechnungen würden zeigen, dass die EEG-Umlage im Jahr 2014 auf acht Cent pro Kilowattstunde steigen werde. Eine vierköpfige Familie mit einem Durchschnittsverbrauch von 5.000 Kilowattstunden müsste demnach 400 Euro im Jahr allein für die Förderung aufbringen, sagte der CDU-Politiker dem Blatt. Grund für die steigende Umlage sei die enorme Einspeisung von Windstrom in die Netze.

Auch der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorsitzende Christian Lindner warnte vor weiteren Belastungen der Stromkunden. Bereits im Herbst würden sich die Kosten, die eine Familie für die Erneuerbaren aufbringen müsse, von 150 auf rund 200 Euro erhöhen, sagte er dem Tagesspiegel am Sonntag. Diesen Trend gelte es aufzuhalten, so Linder weiter. Der linke Flügel der SPD fordert derweil eine kostenlose Energie-Mindestversorgung in das Existenzminimum einzukalkulieren. So solle verhindert werden, dass Menschen aufgrund der Energiekosten in die Armut abrutschen.

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