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Kundenunzufriedenheit mit der privaten Krankenversicherung

München, 20.04.2010 | 17:45 | kba

Der Ombudsmann für private Kranken- und Pflegeversicherungen hat im vergangenen Jahr 15 Prozent mehr Beschwerden angenommen als im Vorjahr. Größter Kritikpunkt: Die privaten Krankenversicherer verweigern zunehmend die Zahlung von Behandlungen.

Kundenunzufriedenheit mit der privaten Krankenversicherung

Die Kunden privater Krankenversicherungen sind zunehmend unzufrieden. Kritikpunkt Nummer 1: nicht erstattete Behandlungskosten.

Die Ombudsstelle wurde eingerichtet, um Streitfälle rund um die privaten Versicherungen außergerichtlich zu schlichten und Kunden und Versicherer dazu an einen Tisch zu bringen.

Die Zahlen für die ersten drei Monate 2010 deuten auf einen weiteren Anstieg der Beschwerdefälle in diesem Jahr hin. Viele Kunden fühlen sich ungerecht behandelt und bemängeln die zu stark gestiegenen Beiträge.

Acht von zehn Beschwerden drehen sich um Krankenkostenvollversicherungen. Der größte Kundenunmut (23 Prozent) entsteht, wenn Behandlungskosten nicht akzeptiert werden. Mehr als zehn Prozent beschweren sich über die Allgemeinen Versicherungsbedingungen, gute acht Prozent über Probleme im Zusammenhang mit Arznei- oder Heilmitteln.

Auch mit privaten Krankenhaustagegeld- und anderen Zusatzversicherungen sind die Verbraucher unzufrieden. Zehn Prozent der Beschwerden beschäftigen sich mit diesen Versicherungsfeldern. Die Leistungen von Auslandskrankenversicherungen werden von knapp zehn Prozent bemängelt.

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