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PKV: Gesundheitsminister Bahr fordert Lösung für steigende Altersbeiträge

München, 16.09.2011 | 17:56 | tei

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) fordert von den privaten Krankenversicherern, eine sinnvolle Lösung gegen die enorme Steigerung der Beiträge im Alter zu entwickeln. Ältere Privatversicherte müssen deshalb oft in weniger leistungsstarke Tarife wechseln. Um Zukunftsfähigkeit und Akzeptanz der privaten Krankenversicherung (PKV) zu sichern, müsse die Branche ihre Hausaufgaben erledigen, sagte Bahr laut Medienberichten auf dem PKV-Forum des Versicherers Continentale.

PKV: Gesundheitsminister Bahr fordert Lösung für steigende Altersbeiträge

Gesundheitsminister Bahr fordert die PKV auf, eine Lösung für die steigenden Altersbeiträge zu entwickeln.

Der Gesundheitsminister erklärte weiter: " Es kann in der PKV nicht alles so bleiben, wie es ist." Die Politik müsse sich immer wieder mit dem Thema beschäftigen. Auf politischen Druck hin hatten die Assekuranzen in den vergangenen Jahren zwar bereits entsprechende Maßnahmen ins Leben gerufen - allerdings genügten diese in etlichen Fällen nicht, um das Problem zu lösen. Auch beim Bund der Versicherten (BDV) beschäftigt man sich mit dieser Schieflage: "Die Versicherten haben jahrelang Beiträge für Leistungen bezahlt, die ihnen dann im Alter nicht zur Verfügung stehen", bemängelte BDV-Vorstandsmitglied Thorsten Rudnik auf der Veranstaltung.

Diese Ansicht vertritt auch Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender der Continentale: Die in der PKV gebildeten Altersrückstellungen würden steigende Ausgaben im Gesundheitswesen nicht berücksichtigen. Die Versicherer müssen einen Teil der Beiträge ihrer jüngeren Kunden zurücklegen, um höhere Versicherungskosten im Alter auszugleichen. Diese Gelder müssen zusätzlich noch verzinst werden. Der Zinssatz liegt derzeit bei 3,5 Prozent - deutlich über dem allgemeinen Zinsniveau.

Einzelne Unternehmen wollen erreichen, dass das Bundesfinanzministerium einen niedrigeren Satz festlegt, konnten sich jedoch im PKV-Verband nicht durchsetzen. Wegen des hohen Zinssatzes fließt zwar ordentlich Geld in den Rückstellungstopf - das müssen die Assekuranzen aber über Beitragseinnahmen erst erwirtschaften. Etliche Unternehmen geraten dadurch in Bedrängnis. Privatversicherte müssen sich also auf höhere Beiträge einstellen - entweder wegen der hohen Zinsen oder um direkt mehr Geld in die Rücklagen zu stecken. Bauer forderte daher mehr Transparenz in der Branche: "Wir müssen zeigen, dass wir ein anderes System haben, das vielleicht auch teurer ist."

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