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LTE Netztest: Highspeed-Mobilfunk dehnt sich aus

München, 30.08.2012 | 11:37 | awa

Die Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom und Vodafone liegen beim LTE-Netzausbau vorne. Dies ergab der erstmals im Rahmen des großen Mobilfunk-Netztest 2012 durchgeführte LTE-Netztest der Zeitschrift CHIP. Dabei wiesen die LTE-Netze der Telekom und von Vodafone nur auf gut acht beziehungsweise circa fünf Prozent der Teststrecke Lücken auf. Beim Münchner Mobilfunker o2 lag die Quote dagegen noch bei 85 Prozent. Mit LTE, kurz für Long Term Evolution, ist Surfen über ein Mobilfunknetz mit Datenübertragungsraten von bis zu 100.000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) möglich.

LTE-Netztest: die Telekom und Vodafone haben nicht mehr viele Lücken in ihrem LTE-Netz zu schließen.

LTE-Netztest: die Telekom und Vodafone haben nicht mehr viele Lücken in ihrem LTE-Netz zu schließen.

Die CHIP-Tester haben auf einer 3.500 Kilometer langen Strecke durch Deutschland über mehrere Wochen sowohl die LTE-Frequenzbereiche als auch die Signalpegel der drei LTE-Anbieter Telekom, Vodafone und Telefónica o2 untersucht, registriert und ausgewertet. Die Bonner und Düsseldorfer haben sich demnach auch bei der Überprüfung der aktiven LTE-Zellen - ein durch eine oder mehrere LTE-Funkmasten versorgter Bereich - bewährt. Die Telekom hat 1.458 Funkzellen in Betrieb, Vodafone 1.129 Zellen und o2 125. Daraus ergibt sich für die CHIP-Tester: „Vodafone und die Telekom sind schon verblüffend weit.“

Der LTE-Netztest hat auch gezeigt, dass Vodafone ausschließlich Frequenzen im 800-Megahertz (MHz)-Bereich nutzt. Theoretisch können damit maximal bis zu 50.000 kBit/s zum Download zur Verfügung gestellt werden. Höhere Downloadraten sind in diesem Spektrum nicht realisierbar. Auch o2 setzt hauptsächlich (97 Prozent) auf 800-MHz-Frequenzen und zu einem geringen Teil (drei Prozent) auf 2.600 MHz. Die Telekom dagegen funkt sowohl über die 800- als auch über die 1.800-MHz-Bänder. Dank dieser hohen Frequenzen sind auf rund 30 Prozent der Teststrecke - vor allem in dicht besiedelten Gebieten - theoretisch bis zu 100.000 kBit/s im LTE-Netz machbar.

Die Erkenntnisse der LTE-Netzuntersuchung sind allerdings nicht in die Bewertungen des Mobilfunk-Netztests 2012 eingeflossen. Nach Ansicht von CHIP sei eine seriöse Bewertung der LTE-Aktivitäten der Netzbetreiber derzeit noch nicht möglich, da der Ausbau der LTE-Netze aktuell noch in vollem Gange ist. Daher könne die Situation der zum Zeitpunkt der Netztest-Veröffentlichung eine gänzlich andere sein, als noch zum Zeitpunkt der Messungen. Bei den etablierten Mobilfunknetzen bestünden keine Bedenken, da durch die große gesammelte Datenmenge statistische Schwankungen ausgeglichen werden könnten.

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