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Bundesnetzagentur: Neue Frequenzen für Mobiles Internet

München, 04.05.2012 | 12:11 | awa

Die Bundesnetzagentur will weitere Funkfrequenzen für Mobiles Internet freigeben. Wie die Bonner Behörde mitteilte, soll ab Januar 2017 auch das Spektrum im Bereich zwischen 900 und 1.800 MHz für mobilfunkgestützte Internetanschlüsse zur Verfügung stehen. Über die GSM-Frequenzen wurde bislang hauptsächlich Sprachtelefonie und SMS-Versand realisiert. Die Frequenzen sollen künftig parallel für Telefonate, SMS und Mobiles Internet genutzt werden.

Der mobile Datenverkehr wächst und wächst. Deshalb sollen zukünftig auch GSM-Frequenzen dafür genutzt werden.

Der mobile Datenverkehr wächst und wächst. Deshalb sollen zukünftig auch GSM-Frequenzen dafür genutzt werden.

Derzeit nutzt einzig der Mobilfunkanbieter E-Plus diese Frequenzen für den mobilen Datenverkehr. Da die aktuelle Zuteilung der sogenannten D- und E-Netze im 900 und 1.800 MHz-Bereich Ende des Jahres 2016 auslaufen, hat die Bundesnetzagentur ein Bedarfsermittlungsverfahren zur zusätzlichen Nutzung dieser MHz-Bereiche für mobiles Internet bereits im Dezember vergangenen Jahres eingeleitet. Die Mobilfunknetzbetreiber hatten bis Mitte Januar 2012 Gelegenheit ihren Frequenzbedarf für diese beiden Frequenzbänder anzumelden.

Bis zum 3. Juli 2012 haben auch andere interessierte Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen laut Bekanntmachung der Bundesnetzagentur nun Zeit, Stellungnahmen zu dem geplanten Vorhaben abzugeben. Zur Vorbereitung des Bedarfsermittlungsverfahrens hatte die Regulierungsbehörde bereits im Juli 2011 ein Eckpunktepapier veröffentlich. Zu diesem Papier haben sich neben den Mobilfunkanbietern auch Unternehmen wie die Deutsche Bahn und Nokia Siemens Network geäußert.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, begründet die geplante Neuverteilung der Frequenzen mit der enormen Dynamik mobiler Internetdienste. Aufgrund neuer Entwicklungen wie multimedialer Endgeräte, Cloud-Computing, Video-Streams und mobiler Software-Anwendungen sei das mobile Datenvolumen in den letzten zwei Jahren um das Dreifache gestiegen. Dies zeige, dass wachsender Bedarf nach geeigneten Frequenzen für einen verstärkten Ausbau der Breitbandnetze bestehe, so Homann weiter.

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