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Erste Kfz-Versicherer stellen auf Unisex-Tarife um

München, 11.10.2012 | 10:52 | srh

Die ersten Kfz-Versicherungsgesellschaften haben ihre Tarife bereits vor der Einführung der Unisex-Verordnung entsprechend umgestellt. Das berichtete das VersicherungsJournal am Mittwoch. Ab dem 21. Dezember dieses Jahres dürfen die Versicherer innerhalb der EU dann nur noch die geschlechtsneutralen Policen anbieten.

Paar sitz auf Auto

Durch Unisex-Tarife in der Kfz-Versicherung zahlen Mann und Frau die gleichen Beiträge.

Dem Bericht zufolge kalkulierte der Konzern BGV/Badische Versicherungen bereits in diesem Sommer seine Kfz-Tarife gemäß der neuen Unisex-Bestimmungen und bot entsprechende Policen an. Im gleichen Zug wurden die Schadenfreiheitsklassen auf 35 ausgeweitet.

Auch die Generali AG erweiterte im Sommer ihre Schadenfreiheitsklassen und stellte auf Unisex-Tarife um. Nach Angaben des Magazins hat auch der Direktversicherer Europa Versicherung AG zum 1. Oktober seine Kfz-Tarifstruktur an die Vorgaben angepasst und einen neuen Unisex-Tarif aufgelegt.

Die geschlechtsneutralen Tarife müssen infolge eines Anti-Diskriminierungsurteil des Europäischen Gerichtshofs vom 1. März 2011 europaweit verpflichtend eingeführt werden. Damit können die Unternehmen künftig nur noch Policen anbieten, die bei gleicher Ausgangslage für Männer und Frauen die gleichen Beiträge ausweisen. In der Vergangenheit haben die Versicherungen oft geschlechtsspezifische Risiken bei der Prämienberechnung berücksichtigt. Nach Auffassung der Luxemburger Richter verstoße dies allerdings gegen die Gleichstellung der Geschlechter.

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