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Süd-Ost-Gefälle bei den Regionalklassen 2013

München, 20.08.2012 | 13:48 | srh

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Regionalklassen für 2013 bekannt gegeben. In der am Donnerstag veröffentlichten Auswertung zeigt sich im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung ein deutliches Süd-Ost-Gefälle. Grund sind dem Verband zufolge die besseren Schadensbilanzen im Osten Deutschlands. Einmal im Jahr wird die Regionalklasse neu festgelegt.

Regionalklassen 2013: Süd-Ost-Gefälle bei der Kfz-Haftpflicht

Vor allem die Unfallstatistik fließt in die jährliche Berechnung der Regionalklasse ein.

Schweriner Autofahrer kommen im Vergleich der 16 Landeshauptstädte künftig am besten weg: Sie werden ab dem kommenden Jahr in der Kfz-Haftpflichtversicherung in die günstigste Regionalklasse 1 eingestuft. Bei Neuverträgen können die neuen Regionalklassen sogar sofort angewendet werden. Auch in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs profitieren Autofahrer von der niedrigsten Regionalklasse - ebenso wie Verbraucher im niedersächsischen Emden. Am teuersten sind die großen deutschen Städte wie München.
 
Die Regionalklassen spiegeln das Schadensrisiko für Assekuranzen in den jeweiligen Zulassungsbezirken beziehungsweise Wohnorten der Versicherten. Beeinflusst wird die Regionalstatistik neben der Unfallbilanz unter anderem auch vom Fahrverhalten, der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge sowie den örtlichen Straßen- und Witterungsverhältnissen. Laut GDV bleibt bei der Regionalklassen-Einteilung im kommenden Jahr aber in vielen Regionen alles beim Alten. Bei der Haftpflicht finden sich rund 70 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge in derselben Regionalklasse wieder; bei der Teilkasko sind es 78, in der Vollkaskoversicherung sogar 82 Prozent.
 
Die Regionalstatistik des Verbands hilft den Versicherungsunternehmen, die Beiträge für die Autoversicherung zu berechnen. Je niedriger die Einstufung in der Versicherungsklasse, desto günstiger ist theoretisch die Autoversicherung. Doch die Kfz-Versicherungsunternehmen sind nicht gezwungen, die vom GDV festgelegten Werte in ihre Beitragsberechnungen aufzunehmen. Für 2013 bedeutet das für die deutschen Autofahrer: Es kann durch eine niedrigere Regionalklasse günstiger werden, muss es aber nicht.

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