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Kfz-Versicherung: Schadenssummen je Autounfall seit 16 Jahren kaum gestiegen

München, 27.11.2012 | 18:06 | srh

Die Kfz-Versicherungen zahlen im Schnitt 377 Euro mehr pro Haftpflicht-Schadensfall als noch vor 16 Jahren. Dies geht aus dem aktuellen Jahrbuch 2012 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Demnach zahlten die Kfz-Versicherer im Jahr 2011 bei jedem Autounfall mit Kfz-Haftpflichtschutz durchschnittlich 3.485 Euro für die Schäden Dritter. 1995 lag die Summe bei 3.108 Euro.

Autounfall im Winter

Bei der Teilkasko fällt der Sprung sogar noch geringer aus: 2011 kostete die Kfz-Versicherer jeder Schadensfall lediglich 71 Euro mehr als noch 1995. In der Vollkaskoversicherung dreht sich der Finanzspieß sogar um. Im vergangenen Jahr zahlten die Assekuranzen in dieser Sparte sogar drei Euro weniger als noch 1995.

Dennoch arbeitet der Großteil der Kfz-Versicherer nach GDV-Angaben seit Jahren defizitär. Denn auch die durchschnittlichen Jahresbeiträge in der Kfz-Versicherung kannten jahrelang nur eine Richtung: nach unten. Grund war ein heftiger Preiskampf unter den Versicherungsgesellschaften.

Seit zwei Jahren ziehen die Beiträge allerdings wieder etwas an. Dennoch liegt beispielsweise die durchschnittliche Haftpflichtprämie des vergangenen Jahres laut GDV auf dem Niveau vom Beginn der 80er-Jahre. Dem GDV-Jahresbericht zufolge werden die Versicherer in der Kfz-Sparte jedoch auch in diesem Jahr wieder Verluste einfahren – trotz der steigenden Beitragseinnahmen. Für 2013 erhöhen viele Gesellschaften ein weiteres Mal flächendeckend die Prämien mit dem Ziel, in der Kfz-Versicherung wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

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