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Versichertenbund kritisiert neue Berechnung der Kfz-Typklassen

München, 14.09.2012 | 17:27 | srh

Der Bund der Versicherten (BdV) hat die neuen Typklassen für die Kfz-Versicherung ab 2013 kritisiert. Bei der in dieser Woche vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vorgestellten Auflistung spielt auch das Alter des Fahrers eine Rolle. Wie der BdV der Süddeutschen Zeitung sagte, würden dadurch alle Autofahrer bestraft, die Fahrzeugtypen fahren, die auch von den Risikogruppen der Fahranfänger und Rentner bevorzugt werden.

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Ab 2013 wird bei der Typklasse das Alter des Fahrers berücksichtigt. Junge Fahrer gelten als Risikogruppe.

Statistisch gesehen verursachen Fahranfänger und Rentner häufiger Unfälle als andere Autofahrer. Die von diesen Personengruppen bevorzugten Fahrzeugtypen wurden vom GDV aufgrund des vergleichsweise hohen Versicherungsrisikos ab dem kommenden Jahr in eine höhere Typklasse eingeteilt – mit Folgen für den Versicherungsbeitrag. In der Praxis fließt das konkrete Alter des Versicherungskunden in die Einteilung der Typklasse nicht mit ein. Die Kfz-Versicherer legen jedoch die insgesamt erhobenen Daten über Unfall- und Schadensbilanzen auf die einzelnen Modelle um.

Der GDV ist der Ansicht, dass das neue System für die Kunden gerechter gestaltet ist, da das Alter aller Versicherten in die Bewertung einfließt. Die Einteilung der Typklassen geschieht jährlich durch den GDV. Er ist unverbindlich, jedoch orientieren sich die meisten Autoversicherungen an diesen Maßstäben. Nach den Berechnungen des Verbands bringt die neue Typklassen-Einteilung bei rund der Hälfte aller in Deutschland zugelassenen Autos in 2013 eine Veränderung in eine andere Klasse mit sich.

Inwiefern sich die Beiträge im kommenden Jahr verändern, hängt jedoch noch von weiteren Faktoren ab. Denn auch die Regionalklassen, der individuelle Schadensfreiheitsrabatt des Fahrers oder die Gesamtschadenssumme im vergangenen Jahr des einzelnen Kfz-Versicherers haben Einfluss auf den einzelnen Kundenbeitrag.

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