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Loveparade-Veranstalter schloss Haftpflichtversicherung ab

München, 27.07.2010 | 10:45 | sge

Der Schock sitzt noch tief: Die diesjährige Loveparade endete in einem Desaster, das 20 Menschen das Leben kostete. Der Veranstalter Lopavent wird sich auf einiges gefasst machen können - auch in finanzieller Hinsicht.

Loveparade-Veranstalter schloss Haftpflichtversicherung ab

Reicht die Haftpflichtdeckungssumme nicht aus, haftet der Duisburger Loveparade-Veranstalter privat.

In diesem Jahr wurde die Loveparade für 20 Tanzbegeisterte wurde sie zur tödlichen Falle. Der Veranstalter wird sich bezüglich der Vorfälle verantworten müssen - in jeglicher Hinsicht. Und das kann teuer werden. Zwar wurde an eine Veranstalter-Haftpflichtversicherung gedacht; ob aber die Deckungssumme von insgesamt 7,5 Millionen Euro ausreicht, kann noch nicht gesagt werden. Wenn nicht, haftet der Veranstalter Lopavent auch privat.

Thomas Feltes von der Universität Bochum will die Hinterbliebenen kostenlos unterstützen und ihnen helfen, Strafanzeige gegen die Verantwortlichen zu erstatten. Er rät Betroffenen, nicht alleine gegen Lopavent vorzugehen. Auch ziehe er in Betracht, eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen, an die sich auch Augenzeugen der Tragödie wenden können. Schließlich sitze auch bei den Unverletzten der Schock tief. Psychische Spätfolgen könnten auch sie ereilen.

Aufgrund der tragischen Vorfälle wird es eine Loveparade 2011 definitiv nicht geben. Die Todesfälle würden wie ein dunkler Schatten jede weitere Loveparade überschatten. Deshalb kündigte der Veranstalter das Aus des Rave-Events im Allgemeinen an. Die nächste Parade sollte eigentlich in Gelsenkirchen stattfinden. Geld vonseiten der Stadt sei aber noch nicht geflossen, so der Sprecher der Gelsenkirchener Pressestelle Martin Schulmann. Man wollte die Erfahrungen von Duisburg abwarten.

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