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SEPA: EU-Parlament entscheidet über einheitliche Kontonummer

München, 14.02.2012 | 11:57 | sbi

Das Europaparlament wird heute in Straßburg über die europaweite Vereinheitlichung von Banküberweisungen und Lastschriften abstimmen. Die neue Verordnung SEPA (Single Euro Payments Area) soll ab 2014 europaweit in Kraft treten. Die gewohnte Kontonummer würde dann von der 22-stelligen IBAN (International Bank Account Number) abgelöst werden. Für inländische Geldgeschäfte soll jedoch eine zweijährige Übergangszeit gelten.

Künftig sollen Transaktionen europaweit mit der einheitlichen Kontonummer IBAN durchgeführt werden.

Künftig sollen Transaktionen europaweit mit der einheitlichen Kontonummer IBAN durchgeführt werden.

Medienberichten zufolge ist davon auszugehen, dass die Novelle mit großer Mehrheit angenommen wird. Mit der europaweit einheitlichen Kontonummer sollen vor allem internationale Transaktionen günstiger, sicherer und schneller werden. Das in Deutschland millionenfach genutzte Lastschriftverfahren bliebe jedoch auch trotz SEPA-Verordnung weiterhin bestehen. Der Grünen-Finanzexperte Sven Giegold sagte, die bestehenden Lastschriften würden weiterlaufen und müssten nicht umgestellt werden. Ebenso bliebe das bedingungslose Widerrufsrecht bei Lastschriftabbuchungen auch im vereinheitlichten europäischen Zahlungsraum unangetastet. Das gelte auch für das elektronische Lastschriftverfahren.

Udo Bullmann, Fachmann für Finanzen in der SPD, erklärte, dass Banken dazu verpflichtet würden, die Umstellung für die Kunden so einfach wie möglich zu gestalten. Verbraucher müssten im Prinzip auch keine neuen Nummern lernen. "Wo die zwei Buchstaben DE für Deutschland angefügt werden, kommt eine zweistellige Prüfziffer, dann die Kontonummer und die Bankleitzahl“, so Bullmann. Laut Sven Giegold würden Bankkunden durch die Vorteile der neuen Verordnung profitieren. Mit einem internationalen Konto könnten Verbraucher künftig Transaktionen in ganz Europa vornehmen.

Zusätzlich würde auch die internationale Bankleitzahl BIC (Bank Identifier Code) wegfallen. Auch die Kosten würden nach Angaben von Giegold sinken. Die EU-Kommission rechnet mit jährlichen Einsparungen im zweistelligen Milliardenbereich. Verbraucherschützer kritisierten bereits im Sommer 2011 die Pläne der EU. Sie befürchten ein Czhaos bei der Umstellung der Kontonummern. Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband forderte in der Bild-Zeitung: "EU und Banken müssen die Verbraucher endlich umfassend über das neue System informieren."

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