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Gaspreise: Studie erwartet massiven Anstieg bis 2014

München, 09.11.2011 | 11:01 | mbu

Verbraucher müssen sich in den kommenden Jahren auf einen massiven Anstieg der Gaspreise einstellen. Eine Studie von A.T. Kearney erwartet bis 2014 Preiserhöhungen von bis zu 40 Prozent. Grund ist eine weltweite Verknappung des Gasangebotes bei gleichzeitiger Zunahme des Verbrauchs.

Gaspreise: Studie erwartet massiven Anstieg bis 2014

Die Gasrechnung wird bis 2014 stark steigen, so eine Studie. Danach wird es wieder billiger.

Für steigenden Gasbedarf in Europa sorgt vor allem die Stromproduktion, für die im Rahmen der Energiewende verstärkt auf relativ saubere und flexibel regelbare Gaskraftwerke zurückgegriffen werden soll. Die Autoren erwarten ein jährliches Verbrauchs-Plus von 0,4 Prozent. Weil gleichzeitig immer mehr Gasvorkommen in Europa ausgebeutet sind, rechnen sie mit einer Zunahme der Gasimporte um 26 Prozent.

Das Preisniveau wird allerdings nicht dauerhaft so hoch bleiben: 2015 werde zum Wendejahr auf dem Gasmarkt, ab dem die Preise wieder sinken, heißt es in der Studie. Weil derzeit massiv in neue Pipelines und Transportmöglichkeiten für verflüssigtes Erdgas (LNG) investiert werde, rechnen die Experten mit der Bildung von Überkapazitäten in Europa. Dazu trage auch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien bei. Diese Gasblase werde die Preise im Großhandel um bis zu 60 Prozent einbrechen lassen. Weltweit werde die Gasnachfrage dagegen hoch bleiben.

Nach Ansicht von A.T. Kearney wird LNG immer wichtiger, das mit Tankschiffen transportiert und vor allem an den Energiebörsen gehandelt wird. Es ist derzeit um rund die Hälfte günstiger als Pipeline-Gas, das vor allem über langfristige Lieferverträge gehandelt wird. Diese sind in der Regel an den Ölpreis gekoppelt. Durch diese Preisunterschiede waren große deutsche Gashändler wie E.ON Ruhrgas zuletzt massiv unter Druck geraten. In Deutschland gibt es allerdings noch kein LNG-Terminal. Stattdessen wurde gestern in Lubmin die Nord Stream-Pipeline eingeweiht, die vor allem ölpreisgebundenes Gas aus Russland transportiert.

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