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Gaspipeline Nordstream: Finanzierung für zweiten Strang steht

München, 04.03.2011 | 15:30 | mbu

Die Gaspipeline Nordstream kann wie geplant um einen zweiten Strang ergänzt werden. Dazu wurde jetzt eine Vereinbarung über die zweite Phase der Projektfinanzierung unterzeichnet. Mit dem Bau der Röhre durch die Ostsee soll im Mai begonnen werden.

Gaspipeline Nordstream: Finanzierung für zweiten Strang steht

Die Finanzierung der Gaspipeline Nordstream ist gesichert, der zweite Strang wird bald gebaut.

Nordstream gibt Gas: Für die zweite Finanzierungsphase des Projekts wurde jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet. 2,5 Milliarden Euro hat Nordstream bei insgesamt 24 Banken und Kreditgebern eingesammelt. Italienische und deutsche Staatsbürgschaften sichern einen Teil der Summe ab. Matthias Warnig, Managing Director der Nord Stream AG, sprach von einem wichtigen Schritt zur Fertigstellung und erklärte, Nord Stream liege im Zeitplan.

Im April soll der erste Leitungsstrang des Pipeline-Projekts fertiggestellt sein, durch den bis Ende des Jahres das erste Erdgas von Russland nach Europa strömen soll. Der Bau des zweiten Strangs soll im Mai starten und ein knappes Jahr dauern. Bis Ende 2012 soll dann die volle Transportkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas jährlich zur Verfügung stehen. Das Gesamtprojekt kostet 7,4 Milliarden Euro, 30 Prozent davon tragen die beteiligten Energieunternehmen, der Rest wird von Geldgebern finanziert.

Die Trasse der mehr als 1.200 Kilometer langen Leitung startet in Wyborg in Russland nahe der finnischen Grenze und führt durch die Ostsee nach Greifswald. Nordstream umgeht Transitländer wie die Ukraine und soll damit die Versorgungssicherheit der EU erhöhen. Unter den Gesellschaftern der Nordstream AG ist neben Gazprom auch die deutsche E.ON, Ex-Kanzler Gerhard Schröder ist Vorsitzender des Aktionärsausschusses. Die Wirtschaftlichkeit des Projektes war angesichts sinkender Gaspreise und der Konkurrenz durch andere geplante Pipelines wie Nabucco zuletzt bezweifelt worden.

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