Gasförderung: Neue Studie entlastet Fracking-Technik
München, 20.02.2012 | 11:39 | mbu
Eine neue Studie entlastet die umstrittene Fracking-Technik, mit der zusätzliche Gasvorkommen gefördert werden können. Wie der Spiegel berichtet, haben zwei Forscher der University of Texas mögliche Gefährdungen für das Trinkwasser untersucht. Sie sind demnach wesentlich geringer als bislang angenommen.

Gas: Eine Studie entlastet die umstrittene Fracking-Technik - Langzeitfolgen sind aber ungeklärt.
Allerdings: Für unbedenklich halten auch die Autoren der jüngsten Untersuchung Fracking nicht. Die beobachteten Umweltschäden sind ihrer Meinung nach aber nicht auf diese Technik zurückzuführen, sondern würden auch beim Einsatz anderer Fördermethoden auftreten. Grundwasserverunreinigungen seien durchaus möglich - etwa bei Abwasserlecks oder wenn die Ummantelung des Bohrlochs breche. Problematisch seien zudem die - teilweise radioaktiven - Substanzen, die beim Fracking aus tiefen Gesteinsschichten gelöst und an die Oberfläche geholt würden. Diese Substanzen halten die texanischen Wissenschaftler für die größte Gefahr der Methode.
Daneben sind nach den Ergebnissen der Forscher die Langzeitfolgen der Technik ungeklärt. Beim Fracking wird mit Chemikalien versetztes Wasser unter hohem Druck kilometertief in den Boden gepumpt, um dort das Gestein aufzubrechen und das darin gespeicherte Gas zu lösen. Dadurch können Gasvorkommen erschlossen werden, die mit konventionellen Techniken nicht erreichbar wären. Auch in Deutschland wollen Energiekonzerne mit dieser Methode Gas fördern. Sie verweisen darauf, dass das Bohrwasser durch hunderte Meter Gestein vom Trinkwasser getrennt bleibe. Kritiker warnen jedoch, es fehle an Erfahrungen, was langfristig mit der giftigen und krebserregenden Flüssigkeit in der Tiefe passiere.
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