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Geldpolitik: Inflationsrate steigt auf zwei Prozent

München, 30.08.2012 | 16:06 | fre

Die Inflationsrate in Deutschland erreicht im August die Zwei-Prozent-Marke. Dies gab das Statistische Bundesamt am heutigen Mittwoch bekannt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für Waren und Dienstleistungen damit um zwei Prozent angestiegen. Als Ursachen sehen Ökonomen neben den steigenden Kosten für Benzin und Heizöl auch die Euro-Krise.

Die steigende Inflationsrate erklären Ökonomen durch steigende Kosten für Benzin und Heizöl sowie durch die Euro-Krise.

Wirtschaftsexperten machen steigende Kosten für Benzin und Heizöl für die erhöhte Inflationsrate verantwortlich.

Noch in den beiden Vormonaten Juni und Juli lag die Inflationsrate bei 1,7 Prozent. Während Experten einerseits davon ausgehen, dass die Inflation weiter zunehmen wird, spricht die Europäische Zentralbank (EZB) bei einer Teuerungsrate von unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Im April lag die Inflation mit 2,1 Prozent bereits über dieser Marke. Der Chefvolkswirkt der Postbank, Marco Bagel, warnte laut eines Berichts von Spiegel Online bereits vor einer fortschreitenden Geldwertverlust.

Laut Commerzbank-Expertin Ulrike Rondorf würde die Inflationsrate momentan vor allem vom schwankenden Ölpreis bewegt. Bereinige man die Rate von den besonders schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreisen, so läge sie lediglich bei etwa 1,1 Prozent. Mittelfristig gesehen würden die steigenden Löhne die Preise in Zukunft jedoch um mehr als zwei Prozent anheben. Voraussichtlich würde außerdem die für die Geldmarktstabilität der Euro-Zone zuständige EZB aus Rücksicht auf Krisenländer den Leitzins zu spät erhöhen. Durch die geplante Leitzinssenkung von 0,75 auf 0,5 Prozent könnte der Bundesrepublik ein weiterer Anstieg der Inflationsrate bevorstehen.

Auswirkungen der Inflation sehen Verbraucher am deutlichsten an Tankstellen und bei der Heizöllieferung. Beispielsweise kostete Kraftstoff noch vor einem Jahr in Bayern zehn Prozent weniger. Die Preise für Heizöl erfuhren im gleichen Zeitraum einen Anstieg von fast 14 Prozent. Kurzfristig haben sie aber auch Erleichterung erfahren: Im Vergleich zur Vorwoche ist der Literpreis beim Kraftstoff E10 um 1,1 Cent günstiger geworden, der Dieselpreis fiel um 0.9 Cent.

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