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Deutsche zahlen zweithöchste Strompreise in der EU

München, 25.05.2012 | 15:54 | mbu

Deutsche Stromkunden müssen tiefer in die Tasche greifen als die Verbraucher in den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten. In der zweiten Jahreshälfte 2011 musste ein Privathaushalt einschließlich aller Steuern und Abgaben durchschnittlich 25,3 Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Nur in Dänemark fiel der Strompreis mit 29,8 Cent noch höher aus.

Teurer Strom: Im EU-Vergleich zahlten deutsche Kunden Ende 2011 die zweithöchsten Preise.

Teurer Strom: Im EU-Vergleich zahlten deutsche Kunden Ende 2011 die zweithöchsten Preise.

Im Schnitt aller 27 EU-Mitglieder lag der Strompreis nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat bei 18,4 Cent. Werden die unterschiedlich hohen Preisniveaus in den einzelnen Ländern berücksichtigt, war Strom nur in Zypern, Ungarn und der Slowakei teurer als in der Bundesrepublik. Damit ergibt sich ein ähnliches Bild wie bereits ein Jahr zuvor. Auch in der zweiten Jahreshälfte 2010 zahlten die Deutschen bereits EU-weit die zweithöchsten Strompreise. Kaufkraftbereinigt lagen damals nur die slowakischen und ungarischen Strompreise über den deutschen Tarifen.

Bei der Preissteigerungsrate kamen deutsche Stromkunden dagegen vergleichsweise glimpflich davon: Sie mussten nur eine durchschnittliche Erhöhung um 3,8 Prozent hinnehmen. Im EU-Schnitt stiegen die Strompreise dagegen um 6,3 Prozent. Die höchsten Preissteigerungen gab es mit 27,5 Prozent in Lettland sowie mit 19,4 Prozent auf Zypern. Über sinkende Strompreise durften sich innerhalb der EU nur die Verbraucher in Luxemburg freuen, die fünf Prozent weniger bezahlen mussten.

Beim Gas rangierten die deutschen Preise dagegen im Mittelfeld und entsprechen mit 6,4 Cent genau dem EU-Durchschnittswert - kaufkraftbereinigt waren sie sogar leicht unterdurchschnittlich. Zwar mussten deutsche Gaskunden mit einem Plus von 12,1 Prozent einen deutlichen Preissprung hinnehmen. EU-weit lag die Preissteigerungsrate mit 12,6 Prozent aber sogar noch etwas höher. Am heftigsten fielen die Preissprünge mit plus 27,2 Prozent im Vereinigten Königreich und plus 22,4 Prozent in Luxemburg aus. Auch in Belgien lag die Preissteigerung mit plus 21 Prozent bei über einem Fünftel.

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