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Bundesnetzagentur: Jochen Homann wird neuer Präsident

München, 02.12.2011 | 11:33 | mbu

Die künftige Führungsspitze der Bundesnetzagentur steht fest: Jochen Homann, bisher Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, wird neuer Präsident der Regulierungsbehörde. Dies bestätigte ein Ministeriumssprecher der Financial Times Deutschland (FTD). Homann löst Matthias Kurth ab, dessen Vertrag im kommenden Februar ausläuft.

Bundesnetzagentur: Jochen Homann wird neuer Präsident

Der Ausbau der Stromnetze für die Energiewende ist eine wichtige Aufgabe der Bundesnetzagentur.

Um die Personalie war im Beirat der Behörde, der mit je 16 Vertretern von Bund und Ländern besetzt ist, heftig gerungen worden. Ursprünglich hätte bereits im November eine Entscheidung fallen sollen. Das Gremium konnte sich jedoch auf keinen Kandidaten einigen. Nach Informationen der FTD wollte der bisherige Behörden-Chef Kurth eigentlich weiter machen. Er war jedoch von der SPD auf den Posten gehoben worden - die Union wollte nun lieber eine Person aus den eigenen Reihen an der Spitze der Netzagentur installieren.

Über den Hintergrund der Personalentscheidung gibt es widersprüchliche Informationen. Laut Handelsblatt hat der parteilose Homann den Job seiner Nähe zur CDU zu verdanken. Die FTD berichtet dagegen, Homann sei der Wunschkandidat von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) gewesen, der einen Fachmann und keinen Politiker als Netzagentur-Präsident gewollt habe. Homann gilt als Experte für Industrie- und Energiethemen. Er handelte vor und nach Fukushima das Energiekonzept der Bundesregierung mit aus.

Der Bundesnetzagentur kommt bei der Umsetzung der Energiewende eine zentrale Rolle zu: Sie muss dem milliardenschweren Ausbau der Energienetze einen Rahmen setzen und gleichzeitig darauf achten, dass die Kosten für die Stromkunden nicht zu stark steigen. Die Behörde ist neben der Regulierung der Energienetze auch für den Telekommunikations- und Postmarkt sowie den Wettbewerb im Bereich Eisenbahn zuständig.

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