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Weltrekord: Kabel Deutschland erreicht Übertragungsrate von 4,7 Gbit/s

München, 31.05.2012 | 11:05 | awa

Der deutsche Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland hat in einem Feldtest erstmals eine Datenübertragungsrate von 4,7 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) in einem Fernsehkabelnetz erreicht. 4,7 Gbit/s entsprechen 4.700 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Mit diesem Weltrekord konnte das Unternehmen zeigen, dass die schnelle Datenübertragung via Kupfernetz den Vergleich mit dem Glasfasernetz nicht scheuen muss. Zuletzt erreichte Kabel Deutschland 2010 bei einem Test eine Spitzengeschwindigkeit von 1,17 Gbit/s.

Kabel Deutschland gelingt mit einer Übertragungsrate von 4,7 Gbit/s ein Weltrekord. - Bild: Kabel Deutschland

Kabel Deutschland gelingt mit einer Übertragungsrate von 4,7 Gbit/s ein Weltrekord. - Bild: Kabel Deutschland

Theoretisch könnte mit einer Downloadgeschwindigkeit von 4,7 Gbit/s eine DVD binnen acht Sekunden aus dem Internet heruntergeladen werden. Allerdings gebe es momentan noch keine Laptops oder Modems, die diese Übertragungsraten verarbeiten können, erklärt Lorenz Glatz, Chief Technologie Officer von Kabel Deutschland, den Feldversuch. Für den Test nutzte Kabel Deutschland das auf 862 Megahertz ausgebaute Kabelnetz in Schwerin.

Kabel Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein sieht laut Welt Online dadurch den Beweis erbracht, dass Datenübertragung via TV-Kabel keine Übergangstechnologie ist, sondern "dass das Breitbandkabel bereits heute eine leistungsstarke und zukunftsfähige Infrastruktur ist, die noch viel Potential bietet und als einzige Infrastruktur in Deutschland derart hohe Bandbreiten in der Fläche realisieren kann."

Über die Fernsehkabelnetze in Deutschland können die Betreiber Verbrauchern in vielen Regionen Bandbreiten von bis zu 100.000 kBit/s zur Verfügung stellen und überbieten damit oft DSL-Anbieter wie die Telekom. Das Bonner Unternehmen investiert aus diesem Grund in den Ausbau eines hochleistungsfähigen Glasfasernetzes, sieht sich aber beispielsweise durch die Regulierung, der die Telekom als ehemaliger Monopolist unterliegt, gehemmt. So forderte Konzernchef René Obermann laut Welt Online eine Öffnung der Kabelnetze oder ein Ende der Regulierung.

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