Studie: Deutsche unterschätzen Risiko der Berufsunfähigkeit
München, 11.07.2011 | 17:14 | tei
Lediglich ein knappes Viertel der Deutschen hat eine Versicherung gegen eventuelle Berufsunfähigkeit abgeschlossen. Das geht aus einem Bericht des Versicherungsjournals hervor. Eine aktuelle Studie von TNS Infratest im Auftrag der Versicherungsgesellschaft Continentale zeigt, dass die mangelnde Akzeptanz vor allem in an einer falschen Risikoeinschätzung und der Fehlannahme, Berufsunfähigkeit sei durch andere Policen abgedeckt, begründet liegt.

Nur ein Viertel der Deutschen schützt sich gegen Berufsunfähigkeit - viele unterschätzen das Risiko.
Bei der Frage, welche Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit schützt, nannten jeweils rund zwei Drittel auch die Möglichkeiten Sparen, Immobilienerwerb und Unfallversicherung - drei Vorsorgevarianten, die keineswegs adäquat gegen Berufsunfähigkeit absichern. Laut der Studie waren viele Verbraucher der Ansicht, diese Vorsorgemaßnahmen würden sie gegen alle mögliche Risiken schützen: "Im übertragenen Sinn kaufen sich die Menschen einen Fallschirm und sind dann davon überzeugt, dass er auch gegen Ertrinken hilft", wie es in der Studie heißt.
Zusätzlich schätzten insgesamt nur 13 Prozent der Deutschen das Risiko einer Berufsunfähigkeit als relevant ein - hingegen betrachteten 49 Prozent der Befragten die Gefahr eines Verlustes der eigenen Arbeitskraft als gering. Die Realität sieht anders aus: Laut der Studie muss etwa jeder fünfte Arbeitnehmer wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben aussteigen. Hauptgrund für die Fehleinschätzung könnte mangelndes Wissen über die Auslöser für eine Berufsunfähigkeit sein. Vor allem psychische Krankheiten werden diesbezüglich unterschätzt.
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