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Neuausrichtung: BMW verkauft Motorradmarke Husqvarna

München, 01.02.2013 | 14:55 | srh

BMW hat die Motorradmarke Husqvarna bereits nach fünf Jahren wieder abgestoßen. Neue Eigentümerin ist die österreichische Pierer Industrie AG, zu der auch der Motorradhersteller KTM gehört. Wie der bayerische Konzern am Donnerstag mitteilte, wurde die Tochter im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der Motorradsparte verkauft. Diese müsse an die sich verändernden Motorradmärkte, die demographische Entwicklung und steigenden Umweltanforderungen angepasst werden.

Husqvarna Nuda 900 ABS

Die Husqvarna Nuda 900 ABS: Neue Eigentümerin der BMW-Tochtermarke ist die Pierer Industrie AG. Foto: BMW Group

Die sportlichen Offroad-Modelle passen offenbar nicht mehr ins dieses Konzept. BMW hatte den einst in Schweden gegründeten Hersteller von Geländemaschinen erst im Jahr 2007 übernommen. Die heute in Italien beheimatete Tochterfirma verkaufte 2012 insgesamt lediglich 10.751 Motorräder. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum setzte der bayerische Autobauer über 106.000 Stück  seiner Marke BMW Motorrad ab. Damit ist BMW einer der bedeutendsten Motorrad-Hersteller weltweit. Das zeigen auch CHECK24-Zahlen für den deutschen Raum: Hier rangiert BMW beim Anteil der Versicherungsabschlüsse hinter den großen japanischen Produzenten Suzuki, Honda, Yamaha und Kawasaki auf dem fünften Rang. Hierfür wurden alle im Jahr 2012 über das unabhängige Vergleichsportal abgeschlossenen Motorradversicherungen untersucht.

Die Motorrad-Sparte von BMW arbeitet nach Unternehmensangaben derzeit profitabel. Durch die Umstrukturierung des Geschäftsfelds will der Konzern in den kommenden Jahren nachhaltig weiter wachsen. Aktuell umfasst die Palette der Bayern die Modelle Tourer, Enduros, Sportler, Roadster und Maxi-Scooter.

In den kommenden Jahren will BMW nach eigenen Angaben im Rahmen des „project i“ vor allem umweltverträgliche Fahrzeug-Lösungen entwickeln und etablieren. Im Auto-Bereich ist der Konzern hier schon mit den ersten E-Modellen am Markt, mittelfristig sollen E-Varianten für die gesamte Pkw-Modellpalette verfügbar sein. Das gleiche Prinzip verfolgt BMW nun auch bei seiner Motorrad-Sparte und reagiert damit auf den Trend hin zu handlichen Motorrädern und Rollern für das moderne urbane Leben. Nach dem Einstieg in den Maxi-Scooter-Markt 2012 soll im kommenden Jahr ein E-Scooter folgen.

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