Ratgeber für Mobiles Internet mit Smartphone, Tablet-PC und mehr
Der CHECK24-Ratgeber für mobiles Internet zum Surfen mit einem Mobilfunktarif und einem Smartphone, Tablet-PC und/oder Surfstick
erklärt Verbrauchern übersichtlich und schnell die wichtigsten Begriffe rund um die Themen Mobilfunk, Mobiles Internet, Handy und
vieles mehr.
Technik kompakt
Unter "Technik kompakt" werden kurz und bündig die gängigsten technischen Begriffe und Sachverhalte erklärt, die Mobilfunknutzer kennen
sollten.
Unter "Überblick Tarifmodelle" finden Kunden einfach und überschaubar wichtige Informationen zu den bekanntesten Tarifmodellen im
Mobilfunk wie Flatrates, Inklusivpakete und viele mehr.
Mobiles Internet mit Smartphone, Tablet-PC und/oder Surfstick nutzt UMTS (Universal Mobile Telecommunications System),
den Mobilfunkstandard der 3. Generation (3G). UMTS ist eine Weiterentwicklung des ersten digitalen Mobilfunkstandards GSM
(Global System for Mobile Communications/2G) und verfügt über spezielle Funktionen zur schnellen Übertragung von Daten.
UMTS an sich ermöglicht bereits eine Datenrate von bis zu 384 kBit/s, was sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit entspricht. Durch
softwaretechnische Highspeed-Erweiterungen sind auch wesentlich höhere Übertragungsraten bis zu 14.400 kBit/s möglich. Die
Erweiterung HSPA (High Speed Packet Access) optimiert den Datenaustausch zwischen Endgerät und Basisstation durch dynamische
Komprimierungsverfahren, die sich der Verbindungsqualität anpassen. Im Klartext: Je besser die Verbindung, desto höhere
Datenraten werden verwendet. Man unterscheidet zwei Kommunikationsrichtungen: Downlink oder Download für die Übertragung von
Daten vom Netz zum Smartphone, Tablet-PC und/oder Surfstick - und Uplink oder Upload für die Übertragung in Gegenrichtung vom
Endgerät zum Netz.
Der Standard für den schnellen Download von Daten heißt HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und umfasst mehrere
Ausbaustufen. Die derzeit verfügbaren maximalen Übertragungsraten sind 1.800, 3.600, 7.200 und 14.400 kBit/s. Auch wenn die
tatsächlichen Nettodatenraten niedriger liegen, ist die Geschwindigkeit damit vergleichbar zu DSL-Anschlüssen. Dank HSPA+
(28.800 kBit/s) und LTE (bis zu 100.00 kBit/s) ist sogar eine noch schnellere Übertragung möglich.
Für das schnelle Versenden von Daten im UMTS-Netz sorgt HSUPA (High Speed Uplink Packet Access). Realisierte maximale
Datenraten sind 384 kBit/s und 1.800 kBt/s. Letztere übertrifft bereits die Upload-Geschwindigkeit klassischer DSL-Anschlüsse.
Künftig werden auch noch höhere Geschwindigkeiten von nominal 3.600 bzw. 5.800 kBit/s verfügbar sein.
Der tatsächlich mögliche Datendurchsatz hängt stark von der Empfangssituation und der Anzahl weiterer Nutzer in einer Funkzelle
ab. Die angegebenen maximalen Datenraten werden nur bei optimalen Bedingungen, d.h. wenigen Nutzern (ideal: ein einziger)
und in der Nähe der Basisstation, erreicht. Bei größerer Entfernung vom Sendemast, hinter Gebäuden oder bei Nutzung in
einem geschlossenen Raum schalten die Geräte auf eine niedrigere Übertragungsgeschwindigkeit zurück, um Übertragungsfehler zu
vermeiden und eine zuverlässige Verbindung aufrecht zu erhalten.
Sollte das UMTS-Netz wegen Überlastung zeitweise nicht nutzbar oder nicht verfügbar sein, greifen die Geräte automatisch
auf das praktisch flächendeckend verfügbare GSM-Netz zurück, das normalerweise für Sprachtelefonie genutzt wird. Die
Übertragungsverfahren für Daten sind hier allerdings weniger leistungsfähig als im UMTS-Netz: GPRS
(General Packet Radio Service), der grundlegende Standard für Datenkommunikation über GSM, arbeitet mit 56 kBit/s. EDGE
(Enhanced Data Rates for GSM Evolution), eine Weiterentwicklung von GPRS, bietet immerhin bis zu 237 kBit/s. DSL-verwöhnten
Nutzern kann diese Geschwindigkeit jedoch ein erhöhtes Maß an Geduld abverlangen.
Generation
Technik
Bandbreite
1G
AMPS
---
2G
GSM
9,6 kBit/s
2.5G
HSCSD GPRS
14,4 kBit/s 56 kBit/s
2.75G
EDGE
237 kBit/s
3G
UMTS
384 kBit/s
3.5G
HSPA
14.400 kBit/s
HSPA+
28.800 kBit/s
4G
WiMAX LTE
20.000 kBit/s 100.000 kBit/s
Beispiele: Übertragungsdauern für das Downloaden eines mp3-Song (4 MB)
Technologie
GPRS
EDGE
UMTS
UMTS HSDPA
UMTS HSDPA
UMTS HSDPA
UMTS HSDPA
UMTS HSDPA+
LTE
Übertragungsgeschwindigkeit (Bit/s)
56k
200k
384k
1,8M
3,6M
7,2M
14,4M
28,8M
100M
Dauer ca.
633s
170s
100s
20s
10s
5s
3s
1s
< 1s
Tipp:
Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollten in jedem Fall die lokale Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Qualität geprüft
werden, um Enttäuschungen durch langsame Datenübertragung oder Fehlen des Netzes zu vermeiden. Natürlich müssen auch die
Endgeräte die jeweiligen Übertragungsgeschwindigkeiten unterstützen.
Eine weitere Technologie für kabellosen Internetzugriff ist WLAN. Mit beiden Technologien kann mobil bzw. drahtlos auf das
Internet zugegriffen werden. Die Unterschiede sind jedoch beträchtlich und liegen in der Netzabdeckung sowie der Geschwindigkeit.
Netzabdeckung
Die Reichweite von WLAN-Sendestationen ist wesentlich geringer als die Reichweite von GSM-/UMTS-Basisstationen. Sie liegt bei
unter 100 Metern. Eine flächendeckende Versorgung wäre daher sehr aufwändig. Internetnutzung über WLAN ist nur an sogenannten
Hot Spots, z.B. in Hotels oder Bahnhöfen, möglich. Die Verbindung zwischen der WLAN-Sende-/Empfangsstation und dem Internet
geschieht in der Regel über DSL. UMTS-/GSM-Netze sind beinahe flächendeckend verfügbar. Entsprechend ist man für den
Internetzugriff nicht auf einzelne Hot Spots angewiesen, sondern kann an allen Orten innerhalb des abgedeckten Gebiets online
gehen.
Geschwindigkeit
Auch hinsichtlich der Bandbreite gibt es Unterschiede: In einem WLAN-Netz können Daten mit bis zu 54.000 kBit/s transportiert
werden, in UMTS-Netzen sind derzeit bis zu 28.800 kBit/s möglich.
Abrechnung
Da WLAN-Hotspots von einem lokalen Anbieter (Hotel, Café, Flughafen, etc.) betrieben werden, muss meist eine
Zugangsberechtigung erworben werden. Manche nutzen das Hotspot-Angebot auch, um Kunden zu gewinnen und bieten die Nutzung als
kostenlosen Service an. In jedem Fall müssen die Einstellungen des Endgeräts jedoch an das lokale Netzwerk angepasst werden.
Mobilfunknutzer müssen sich mit solchen Details nicht herumschlagen. Sie können ihre vorhandene Hardware, also Smartphone,
Tablets-PC oder Surfstick, und einem günstigen Mobilfunktarif zum mobilen Surfen jederzeit online gehen und im Internet surfen.
Viele Nutzer sind sich oft nicht bewusst, welche Datenmengen beim Senden/Empfangen von Information anfallen. Im Folgenden
finden Sie eine Übersicht über die Größe verschiedener Anwendungen.
Grundlegend ist zu wissen, dass Datenmengen in Bits gefasst werden. Ein Bit entspricht einer logischen Information 0 oder 1.
Acht Bit werden zu einem Byte zusammengefasst. Damit lassen sich die Zeichen A-Z, a-z, 0-9 sowie Sonderzeichen (%,&, ?, etc.)
darstellen.
Weitere Einheiten sind:
1 Kilobyte (KB) – 1.024 Bytes
1 Kilobyte (KB) – 1.024 Bytes
1 Gigabyte (GB) – 1.024 MB oder 1.073.741.824 Bytes
In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetze, betrieben von der Telekom, Vodafone, o2 und E-Plus. Die Netze von der Telekom und
Vodafone stehen in Deutschland praktisch flächendeckend zur Verfügung, während das E-Plus-Netz in ländlichen Gebieten noch
Lücken aufweisen kann. Die Verfügbarkeit des o2-Netzes ist besser als die von E-Plus, hat den Standard von der Telekom und
Vodafone aber noch nicht erreicht. Die vier Netze werden jedoch nicht nur von den Betreibern direkt, sondern auch von
zahlreichen Anbietern genutzt, die von den Netzbetreibern Gesprächsminuten und SMS kaufen, um diese unter ihrem eigenen Namen
an Kunden weiter zu verkaufen (Reseller).
Sie sind in der Regel günstiger als ein Netzbetreiber, obwohl sie dieselbe Technik nutzen. Ein Tarifwechsel zum Beispiel von
der Telekom zu congstar kann also eine Kostenersparnis, aber keine qualitative Veränderung bedeuten, da die Gespräche nach wie
vor über dasselbe Netz geführt werden. Allerdings empfiehlt es sich, vor einem Tarifwechsel zu einem Reseller genau zu prüfen,
welches Netz er benutzt und ob es am eigenen Standort verfügbar ist. Diese Frage ist insbesondere in ländlichen Gebieten
relevant; Ballungsräume werden von allen Betreibern nahezu optimal versorgt.
Tarifwechsel heißt nicht Smartphone- oder Handywechsel
Aus technischer Sicht ist es in Deutschland mit jedem Handy möglich in allen vier Netzen zu telefonieren. Denn das genutzte
Netz wird nicht über das Handy festgelegt, sondern über die SIM-Karte. Auf dieser sind das Netz und die Telefonnummer, über die
das Handy erreichbar ist, gespeichert. Bei einem Tarifwechsel erhält man vom neuen Betreiber eine neue Karte.
Achtung: SIM-Lock
Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings: Wurde ein Handy kürzlich im Paket mit einer SIM-Karte erworben, funktioniert es
zwei Jahre nur mit dieser Karte. Während dieser Zeitspanne kann die Bindung (SIM Lock) nur gegen Zahlung von ca. 100 Euro
aufgehoben werden. Danach ist es kostenlos.
Mit dem Abschluss eines neuen Vertrags erhält man eine neue SIM-Karte und damit eigentlich eine neue Telefonnummer. Es ist
aber möglich, die ursprüngliche Rufnummer in den neuen Vertrag mitzunehmen. Allerdings können sowohl der momentane als auch
künftige Anbieter hierfür eine Gebühr (maximal 30,72 Euro) erheben. Meist wird diese nur von dem Partner erhoben, der die
Nummer abgibt. Der neue Anbieter erstattet diese Gebühr in der Regel, zum Beispiel durch ein Gesprächsguthaben in gleicher
Höhe, um den Wechsel kostenneutral zu halten und einen neuen Kunden zu gewinnen.
Zur Nutzung eines Smartphones, Tablet-PCs und/oder Surfsticks zum Telefonieren, SMS-Versand und für mobiles Internet gibt es
eine Vielzahl von Abrechnungsmodellen. Allgemein lassen sich die zahlreichen Tarife in folgende Kategorien einteilen:
Flatrates:
Für Vieltelefonierer ist eine Flatrate der beste Mobilfunktarif. Bei einer Flatrate können Kunden nämlich so viel sie
möchten zum monatlichen Festpreis in eines oder mehrere festgelegte Netze in Deutschland telefonieren. Neben
Gesprächflatrates gibt es auch Flatrates zum Surfen im Internet oder zum SMS-Versand.
Minutenpakete:
Wer zu seinem Mobilfunktarif ein Minutenpaket kauft, erhält pro Monat ein festgelegtes Kontingent an Gesprächsminuten
in eines oder mehrere festgelegte deutsche Netze zum Pauschalpreis. Diese Minuten können dann abtelefoniert werden.
Nichtgenutzte Minuten am Ende eines Abrechnungsmonats verfallen. Sind die Inklusivminuten aufgebraucht, kostet jede
weitere Minute den tarifüblichen Preis.
SMS-Pakete:
Ähnlich der Minutenpakete sind bei einem Mobilfunktarif auch SMS-Pakete buchbar. Zum Festpreis können Kunden eine
festgelegte Anzahl an Kurznachrichten versenden. Auch hier gilt wie bei den Minutenpaketen: ungenutztes Kontingent
verfällt, weitere SMS kosten den im Tarif vorgesehenen Preis.
Internetpakete:
Mit einem Mobilfunktarif mit Internetpaket surfen Kunden günstig mobil im Netz. Diese Datentarife können entweder
analog der Minuten- oder SMS-Pakete mit einem begrenzten Kontingent an Megabyte oder als Flatrate gekauft werden.
Kostendeckel-Tarife:
Kostendeckel-Tarife oder Mobilfunktarife mit Kostenairbag sind für fast alle Telefoniertypen geeignet. Denn sie zahlen
bis zu einem vom Anbieter festgelegten Betrag nur das, was sie tatsächlich durch Gespräche oder SMS verbrauchen – aber
niemals mehr. Wird in einem Monat die festgelegte Kostengrenze erreicht, verwandelt sich der Kostendeckel-Tarif
automatisch in eine Flatrate.
Prepaid:
Prepaid-Tarife sind mit die ältesten Mobilfunktarife, die es gibt. Sie gewähren Kunden nach wie vor die optimale
Kostenkontrolle und eignen sich am besten für Wenig- und Gelegenheitsnutzer. Um mit einem Smartphone, Handy oder
Surfstick telefonieren, SMS schreiben oder im Internet surfen zu können, muss Guthaben aufgeladen werden, das dann
verbraucht werden kann.
Da Gespräche innerhalb desselben Netzes oder Anbieters meist preisgünstiger sind, sollte der Anbieter so gewählt werden, dass
die meiste Gesprächszeit mit Kunden desselben Anbieters oder zumindest im selben Netz anfällt. Natürlich sollte das Netz an
den Orten verfügbar sein, an denen das Handy genutzt wird.
Ein günstiger Minutenpreis ist nicht gleichbedeutend mit einem günstigen Gesprächspreis. Gespräche werden in der Regel nämlich
nicht sekundengenau abgerechnet, sondern man bezahlt mehr Zeit als man nutzt. Die von den Anbietern in die Tarife eingebaute
Taktung verlängert die abgerechnete Zeit, indem zum Beispiel nach angefangenen Minuten (60/60-Takt) abgerechnet wird. Für ein
Gespräch mit der Dauer von 61 Sekunden bezahlt man dann zum Beispiel den Preis für zwei Minuten.
Auch wenn man den Gesprächspartner nicht erreicht und die Mailbox antwortet, wird eine volle Minute abgerechnet, ohne dass man
eine Nachricht hinterlässt. Ein vermeintlich günstiger Tarif kann auf diese Weise recht teuer werden. Andere Taktungen sind
60/10 (erste Minute voll, danach in 10s-Intervallen) oder 60/1 (erste Minute voll, danach sekundengenau).
Der CHECK24 Mobilfunk-Vergleich: So finden Sie einen günstigen Tarif für Handy, Tablet-PC und/oder Surfstick
Die Grundlage für den Mobilfunktarif-Vergleich von CHECK24 ist der monatliche Effektivpreis. Um diesen Preis zu ermitteln, der
die durchschnittlichen Kosten eines Mobilfunkttarifs über 24-monatige Vertragslaufzeit anzeigt, werden sämtliche einmaligen
und monatlichen Kosten eines Tarifs und der möglicherweise mit gekauften Hardware miteinander verrechnet. Dadurch wird
sichergestellt, dass Kunden bereits vor Bestellung eines Mobilfunktarifs über alle anfallenden Kosten informiert sind und
nicht auf so genannte versteckte Kosten hereinfallen.