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EU-Kommission fordert einheitliche Ladegeräte für Mobilfunktelefone

München, 05.02.2013 | 15:14 | awa

EU-Industriekommissar Antonio Tajani will Handy-Hersteller dazu verpflichten, einheitliche Ladegeräte für alle Mobiltelefone auszuliefern - sofern sie eine entsprechende freiwillige Vereinbarung nicht verlängern. Medienberichten zufolge war eine Übereinkunft, vorranging universell einsetzbare Ladegräte zu verkaufen, Ende 2012 ausgelaufen. Die Unternehmen sollen diese nun erneut bestätigen – tun sie dies bis Ende Februar 2013 nicht, will Tajani eine Richtlinie vorgeben.

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Die EU will einheitliche Ladegeräte für Handys und Smartphones - zur Not per Dekret.

Dem EU-Kommissar zufolge wäre eine ähnliche Verpflichtung der Hersteller für andere Produkte - beispielsweise für Computer-Zubehör und andere digitale Geräte - ebenfalls im Interesse der Verbraucher. Einheitliche Ladegeräte würden zudem auch die Umwelt entlasten. Laut dem IT-News-Portal golem.de fielen vor der Einführung der universellen Ladekabel jährlich mehrere tausend Tonnen Abfall an.

2009 hatten sich 14 führende Handy-Hersteller, darunter Apple, Samsung, LG, Motorola, Sony Ericson, Nokia und Research in Motion (RIM), darauf verständigt, ab Februar 2011 einheitliche Ladegeräte für ihre Mobilfunktelefone auszuliefern. Ab diesem Datum wurde ein universelles Ladekabel mit Micro-USB-Anschluss verkauft. Zuvor waren Ladegeräte meist individuell an die verschiedenen Telefone angepasst - teils auch aus technischen Gründen.

Unterstützung bei seinen Plänen könnte Tajani seitens der Mobilfunkunternehmen erfahren. Beispielsweise hat Ronan Dunne, Geschäftsführer von o2 UK, laut der Onlineausgabe der britischen Zeitung The Telegraph Mitte Januar angekündigt, ab 2015 keine Ladegeräte mehr mit neu verkauften Smartphones auszuliefern. Diese Entscheidung resultiert aus einem Testlauf des Unternehmens, das in Kooperation mit HTC seinen Kunden im Oktober 2012 ein Smartphone ohne Ladegerät angeboten hatte.

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