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Tagesgeld

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Wichtige Fragen in Kürze

  • Ist ein Tagesgeldkonto für mich das Richtige?

    Ist ein Tagesgeldkonto für mich das Richtige?

    Wenn Sie im Zugriff auf Ihr Geld flexibel sein möchten und eher kurzfristig orientiert sind, ist ein Tagesgeldkonto genau richtig für Sie. So können Sie bei spontanen Ausgaben täglich über Ihr Erspartes verfügen, ohne bestimmte Laufzeiten oder Kündigungsfristen beachten zu müssen. Die Verzinsung von Tagesgeld ist attraktiv. Daher eignet es ein Tagesgeldkonto auch für Personen, die monatlich etwas ansparen, sich aber nicht langfristig binden möchten.

  • Wie sicher ist mein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto angelegt?

    Wie sicher ist mein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto angelegt?

    Ihr Kapital zählt zu den Einlagen der Bank, bei der Sie das Tagesgeldkonto haben. Tritt der äußerste Fall der Bankeninsolvenz ein, besteht eine gesetzliche Absicherung dieser Einlagen (seit dem 1. Januar 2011 beträgt diese EU-weit mindestens 100.000 Euro pro Kunde). Darüber hinaus sind Einlagen deutscher Banken über den Bundesverband deutscher Banken bzw. den Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands gesichert. Hier liegt die Absicherung pro Kunde in der Regel im mehrstelligen Millionenbereich. Sollten Sie Kunde eines ausländischen Kreditinstituts sein, beachten Sie, dass hier ggf. nur die gesetzliche Absicherung gilt.

  • Brauche ich einen Freistellungsauftrag für das Tagesgeldkonto?

    Brauche ich einen Freistellungsauftrag für das Tagesgeldkonto?

    Erträge aus Tagesgeldanlagen sind einkommensteuerpflichtig. Mit einem Freistellungsauftrag (max. 801 Euro pro Person) können Sie diese Steuerbelastung umgehen. Formulare hierfür gibt es oftmals auf den Homepages der Banken. Beachten Sie: Der Freistellungsauftrag muss vorhanden sein, bevor das erste Mal Zinsen ausgezahlt werden.

  • Welche Summe muss ich mindestens anlegen?

    Welche Summe muss ich mindestens anlegen?

    Hier sind die meisten Banken flexibel. So können Tagesgeldkonten teilweise bereits ab einem Anlagebetrag von einem Euro eröffnet werden. Diese Anlageform eignet sich daher auch für das monatliche Ansparen Ihres Kapitals. Sollte Ihnen jedoch ein Angebot mit speziellen Konditionen vorliegen, sind diese meist an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. So werden diese bspw. erst gewährt, wenn Sie einen gewissen Mindestbetrag von z.B. 2.500 Euro anlegen. Auch darf in diesem Zusammenhang häufig ein bestimmter Höchstbetrag nicht überschritten werden.

Tagesgeld Häufige Fragen

Für wen sind Tagesgeldkonten zu empfehlen?

Tagesgeldkonten sind für den kurzfristig orientierten Anleger interessant. Grund: Das Kapital ist täglich verfügbar. Für Tagesgeldkonten müssen Anleger weder eine Mindestanlagezeit noch eine Kündigungsfrist einhalten. Aufgrund der durchschnittlich hohen Verzinsung sind Tagesgeldkonten mittlerweile aber auch für Anleger geeignet, die monatlich einen gewissen Betrag ansparen, jedoch nicht für Jahre binden wollen. Auch wer sein Geld aktuell nicht benötigt, theoretisch aber jederzeit darüber verfügen können möchte, ist mit einem Tagesgeldkonto gut beraten.

Wonach richtet sich die Verzinsung von Tagesgeldkonten?

Die Zinsen auf Tagesgeld orientieren sich in erster Linie am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Nach diesem Leitzins wiederum wird der Euribor festgelegt. Dies ist ein Zins, zu dem sich Banken untereinander Geld verleihen. Sowohl der Leitzins als auch der Euribor sind variable Zinssätze, daher sind Zinsen auf Tagesgeldkonten ebenfalls immer variabel. Die Verzinsung von Tagesgeldkonten richtet sich zudem nach der Geschäftspolitik der jeweiligen Bank. Gerade Direktbanken versuchen, mit Tagesgeldkonten neue Kunden zu gewinnen und bieten daher nicht selten Zinssätze an, die weit über dem aktuellen Marktzins liegen. Es lohnt sich daher, einen Vergleich der Angebote durchzuführen.

Was ist der Zinseszinseffekt?

Unter dem Zinseszinseffekt versteht man einen größeren Wertzuwachs der Anlage, die durch unterjährige Zinszahlungen entsteht. Überweist eine Bank die Zinsen für das Tagesgeldkonto monatlich, verzinsen sich diese Zinsen für den nächsten Zeitraum wieder mit, die Rendite erhöht sich. Bei einer nur jährlichen Zinszahlung hingegen ist kein Zinseszinseffekt zu erwarten. Daher sind vor allem Tagesgeldkonten zu empfehlen, bei denen die Zinszahlung in relativ kurzen Abständen erfolgt.

Wie sicher ist das Geld auf Tagesgeldkonten?

Das Geld auf Tagesgeldkonten gehört betriebswirtschaftlich zu den Einlagen einer Bank. Diese Einlagen sind gesetzlich gesichert, für den Fall, dass die Bank Insolvenz anmelden muss. Die EU-weit gültige gesetzliche Sicherungsgrenze liegt hierbei seit dem 01.01.2011 bei 100.000 Euro pro Kunde. Viele private deutsche Institute sind jedoch Mitglied im Einlagensicherungsfonds, Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben ihre eigenen Sicherungssysteme. Hierdurch sind die Kundeneinlagen im mehrstelligen Millionenbetrag gesichert, so dass im Insolvenzfall jeder Kunde seine Einlagen zurückerhält. Beim Abschluss von Tagesgeldkonten sollte daher geprüft werden, ob die jeweilige Bank eine entsprechende Einlagensicherung bieten kann. Vor allem ausländische Institute weisen diese oft nicht vor, bei ihnen greift lediglich die gesetzliche Absicherung.

Was kostet das Tagesgeldkonto?

Tagesgeldkonten werden von den meisten Instituten kostenlos geführt. Somit fallen weder für die Kontoeröffnung noch für die Kontoführung oder die Auflösung Gebühren an. Für Anleger hat dies den Vorteil, dass ihre Rendite dem des Zinssatzes entspricht. Ob und in welcher Höhe Kosten anfallen, ist aus den AGB der Bank zu entnehmen.

Gibt es einen Mindestanlagebetrag?

Viele Institute bieten ihre Tagesgeldkonten bereits ab einer Einlage von einem Euro, ein Mindestanlagebetrag ist somit nicht notwendig. Dies hat den Vorteil, dass Tagesgeldkonten auch zum monatlichen Ansparen genutzt werden können. Zu beachten ist jedoch, dass viele Anbieter, gerade wenn sie Sonderkonditionen bieten, diese erst ab einem bestimmten Betrag von beispielsweise 2.500 Euro bezahlen. Auch werden derartige Sonderkonditionen in den meisten Fällen nur bis zu einem maximalen Anlagebetrag überwiesen.

Was ist das Referenzkonto?

Bei der Eröffnung von Tagesgeldkonten wird im Kontoeröffnungsantrag immer die Angabe des Referenzkontos benötigt. Dieses Konto dient als Abwicklungskonto. Es wird immer dann genutzt, wenn der Anleger Geld von seinem Tagesgeldkonto verfügen möchte. Einzahlungen sind hingegen von jedem beliebigen Konto möglich. Referenzkonten dienen somit zum einen der Abwicklung, zum anderen aber auch der Sicherheit der Anleger, denn Verfügungen sind nur zugunsten dieses Kontos möglich.

Muss für das Tagesgeldkonto ein Freistellungsauftrag gestellt werden?

Die Zinsen, die auf Tagesgeldkonten erwirtschaftet werden, unterliegen in jedem Fall der Einkommenssteuer. Durch die Stellung eines Freistellungsauftrages (pro Person maximal 801 Euro) ist es möglich, diesen Steuerabzug zu verhindern. Wichtig ist hierbei, dass der Freistellungsauftrag vor der ersten Zinszahlung existiert. Entsprechende Formulare bieten die Banken auf ihren Internetseiten.